Sülzetal l Mit 61,5 Prozent der Stimmen hat Jörg Methner die Wahl des neuen Bürgermeisters der Gemeinde Sülzetal gewonnen.

„Es hat sich gelohnt, dass wir uns als Team so in den Wahlkampf reingekniet haben. Ich kann mich vor Glückwünschen gar nicht retten. Meine Arbeit in der Funktion als Bürgermeister wurde von den Menschen, hier bei uns in der Gemeinde, anerkannt“, erklärt Methner. Dies sei für ihn in erster Linie ein Lob für seine Arbeit und die seiner Verwaltung in den vergangenen sieben Jahren.

„Wichtig ist mir nun, das Gespräch mit den Ortsbürgermeistern zu suchen. Ich werde hier intensiver, aber nicht in großer Runde, sondern im Vier-Augen-Gespräch den Kontakt suchen“, kündigt Methner an. Eine Möglichkeit dazu sei es, die Sprechtage der Ortsbürgermeister aufzusuchen.

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So könne er vor Ort über die Probleme sprechen und seine Eindrücke mit nach Osterweddingen in die Verwaltung nehmen. „Ich werde aber auch weiterhin so bürgernah und volksverbunden arbeiten wie bisher auch schon. Da muss ich mir nichts Neues vornehmen.“

Bei den Projekten in der Gemeinde hebt Sozialdemokrat Methner hervor, dass er als Chef der Verwaltung die Beschlüsse des Gemeinderats umzusetzen habe. „Das ist für mich die oberste Priorität. Da steht als nächstes der Sporthallenbau in Osterweddingen auf der Agenda. Das ist ja auch Thema bei der Sitzung dieses Gremiums am kommenden Donnerstag.“ Wichtig sei, dass es in der Gemeinde voran gehe. „Ich werde daran arbeiten, dass in allen Orten etwas passiert – aber werde auch immer auf den Geldbeutel achten.“

Als zweites würden die Planungsleistungen für den Neubau der Kindertagesstätte in Osterweddingen anstehen. „Da sitzt der Fachbereich gerade daran.“

Über allem stehe aber natürlich die Haushaltsdisziplin. „Wir müssen noch in diesem Jahr – zusammen mit dem Gemeinderat – den Haushalt 2021 verabschieden. Nur das garantiert uns die Arbeitsfähigkeit.“

Auf Platz zwei der Kanidaten landete Andreas Kühn (AfD) mit 16,3 Prozent der Stimmen. Für ihn ist es wichtig, dass „er das Ergebnis für Jörg Methner anerkennt. Für Amtsinhaber Methner ist das perfekt. Ich hatte auf eine Stichwahl zwischen ihm und mir gehofft.“

Die AfD werde nun ihre Arbeit im Gemeinderat weitermachen. „Wir haben im Sülzetal finanzielle Probleme. Wir haben in der Planung für das kommende Jahr ein Minus von 4,6 Millionen Euro. Da müssen Lösungen gefunden werden.“

Die AfD werde es flankieren und unterstützen, dass das Thema Turnhalle in Osterweddingen endlich finalisiert werden könne, um so auch Fördermittel beantragen zu können. Das müsse bis Montag, 30. November, passiert sein. Kühn: „Bei der Sitzung des Gemeinderats am kommenden Donnerstag muss endlich ein Beschluss über den Standort der Turnhalle in Osterweddingen getroffen werden.“

Die Einzelbewerberin Birgit Wasserthal ist „als Alleinkämpfer mit ihrem Ergebnis zufrieden. Für mich bleibt Alles beim Alten. Ich bin Ortsbürgermeister von Osterweddingen und bleibe das auch.“

Sie werde weiterhin für ihren Ort kämpfen und natürlich auch für die gesamte Gemeinde Sülzetal. „Genau das ist meine Pflicht.“

Sie schaue dabei jetzt noch mehr in die Zukunft. Gerade bei der Kinder- und Jugendarbeit müsse sich etwas bewegen , unterstreicht Wasserthal. Dabei dürfe die Lokalpolitik aber auch Vereine und Senioren nicht aus dem Blick verlieren. „Wir brauchen einen Ort, wo sich jede Altersgruppe treffen kann.“ Sie persönlich werde politisch nie aufgeben und sich „immer für Osterweddingen und die Gemeinde stark machen.“

Alexander Herms (CDU) war nicht zu erreichen.