Manfred Behrens und Gabriele Brakebusch in der WfB und der Arena

Zwei CDU-Politiker vor Ort

Von René Döring

Oschersleben. In der Oschersleber Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfB) haben derzeit 540 Frauen und Männer ihren Arbeitsplatz. 370 davon sind Menschen mit Behinderungen. Das waren die ersten beiden Zahlen, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens zu hören bekam. Weitere Zahlen sollten folgen. Denn der Bundespolitiker hatte in Begleitung und auf Initiative der CDU-Landtagsabgeordneten Gabriele Brakebusch die WfB besucht, um die Einrichtung der Matthias-Claudius-Stiftung kennenzulernen und um Hinweise mit nach Berlin zu nehmen.

Solche Hinweise hatte der Stiftungsgeschäftsführer Michael Lange einige. Beispielsweise den, dass die Zahl der Menschen, die als Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Frage kommen, nicht wie prognostiziert kleiner, sondern größer werde. Weshalb es problemetisch sei, wenn die Mittel für solche Einrichtungen geringer würden. Zumal solch eine Werkstatt zugleich eine Sozialeinrichtung und ein Wirtschaftsfaktor für die Region sei.

Und wenn dann noch wie in den zurückliegenden Jahren die Bürokratie immer größer werde und dadurch zusätzliche Aufgaben zu Lasten der Pflege erledigt werden müssten, sei das keine gute Tendenz. Michael Lange legte dem CDU-Politiker zudem nahe, dass der Zivildienst nicht ersatzlos eingestellt werden dürfe, sollte die Wehrpflicht abgeschafft werden. Und das nicht nur, weil Zivildienstleistende den Sozialeinrichtungen bei ihrer Arbeit für die Menschen helfen würden. "Vor allem ist der Zivildienst für junge Leute sehr hilfreich bei der Wertebildung und ist eine große Orientierungshilfe für das Leben", sagte Lange, bevor er seine Besucher durch die Werkstatt führte.

Nach diesem kleinen Rundgang durch die Schlosserei und die Montageabteilung statteten Gabriele Brakebusch und Manfred Behrens noch der Oschersleber Motorsport Arena einen Besuch ab. "Hier ging es vor allem darum, in Zukunft ein Netzwerk aufzubauen, in dem die Arena sowie die Firmen, Vereine und Verbände der Region intensiver zusammenarbeiten als bisher", sagte Gabriele Brakebusch nach dem Besuch. Und deswegen werde sie auch Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres eine Gesprächsrunde mit den potentiellen Mitgliedern dieses Netzwerks organisieren. Auch mit dem Ziel, dass der Tourismus in Oschersleben und Umgebung weiterentwickelt wird.

Und wie zu Beginn des Oschersleben-Besuchs, bekamen die Politiker auch am Ende wieder Zahlen geboten. Beispielsweise erfuhren sie, dass in der Motorsport Arena die Zahl der Besucher auf jährlich etwa 600 000 gestiegen ist.