Schierke l Wird die Seilbahn am Winterberg gebaut, könnte eine Hotelruine in Schierke verschwinden. Auf diesen Nenner ist der Plan zu bringen, den ein Investor aus Hildesheim verfolgt.

Wie die Stadtverwaltung Wernigerode mitteilte, besteht seitens der Lüder-Unternehmensgruppe ein Kaufinteresse am Hotel „Heinrich Heine“. Dieses altehrwürdige Urlauberdomizil steht seit 1995 leer, wurde 2013 bei einer Zwangsversteigerung von der Stadt Wernigerode für 144 850 Euro gekauft und ist in einem sehr maroden Zustand.

„Es ist in der Tat so, dass die Lüder-Gruppe das ,Heine‘ kaufen möchte, doch die Verhandlungen sind noch ganz am Anfang“, bestätigte Pressesprecher Andreas Meling gegenüber der Volksstimme. Das Interesse des Investors an dem Hotel sei im Zusammenhang mit dem Projekt „Skiarena Harz“ entstanden. Zu dem Vorhaben gehört die Seilbahn, von deren Realisierung die Lüder-Gruppe den Hotel-Kauf abhängig machen wolle.

Die Lüder-Gruppe hält 25 Prozent der Anteile der Winterberg Schierke GmbH, die rund 15 Millionen Euro in die „Skiarena Harz“ investieren will. Den Hauptanteil von 70 Prozent trägt Gerhard Bürger, unter anderem Eigentümer der Derenburger Glasmanufaktur, und fünf Prozent der Wernigeröder Unternehmer Clemens Aulich. Für das Seilbahnprojekt erarbeitet gegenwärtig die Stadtverwaltung einen Vertrag.

Weiter hingegen sind die Pläne der Lüder-Gruppe in Torfhaus. Dort betreibt sie das Harzresort mit Ferienhäusern und Hotel, ähnlich dem Hasseröder Ferienpark. Das Unternehmen will auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße in Torfhaus sein Harzresort erweitern und Schierke im Blick behalten. Darüber informierte der Geschäftsführer Frank Wodank auf einer Tagung des niedersächsischen Landesverbandes des CDU-Wirtschaftsrats in Torfhaus.