Hasselfelde l Es ist nicht der erste Titel, dem der Hasselfelder Karl-Heinz Meier mit einem seiner Zöglinge der Rasse Rottweiler hinterher jagt. Fünf Mal wurde der Hundeexperte schon Vizemeister, zweimal war er Deutscher Meister, durfte sich für seine Leistungen ins Goldene Buch seiner Heimatstadt Hasselfelde eintragen. Die erneute Teilnahme, seine elfte, ist für den Oberharzer alles andere als Routine.

„Es ist für mich eine Ehre, nun zu den 15 besten Hundeführern für Rottweiler in ganz Deutschland zu gehören“, sagt der Hasselfelder. Denn genau - nur - 15 Rottweiler samt Hundeführer haben es geschafft, sich für den deutschlandweiten Wettkampf im Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klub (ADRK) zu qualifizieren.

Die Hürden sind hoch

Zweimal hatten Fanny und Karl-Heinz Meier dafür starten und eine schwierige Fährte verfolgen müssen. Einmal in Aschersleben und einmal in Aken, mit jeweils knapp 20 Teilnehmern. Der Harzer gewann beide Ausscheide und erreichte die nötige Mindestpunktzahl für den Aufstieg zum nächst höheren Wettbewerb. Karl-Heinz Meier ist der einzige aus Sachsen-Anhalt, der nun Ende Oktober/Anfang November in Blankenfelde bei Berlin den Deutschen Meistertitel ins Visier nehmen kann. Doch die Hürden sind hoch, die Fährte ist lang.

Rund 1800 Meter durchs Gelände muss Fanny eine Spur erschnüffeln und Herrchen führen. Mal übers Feld, mal durch Wald, Gestrüpp oder über eine Straße. Aber nicht nur geradeaus. Der Weg muss unter anderem fünf rechte Winkel, zwei Spitze Winkel und einen Kreisbogen aufweisen. Obendrein sind unterwegs noch acht unbekannte Gegenstände zu finden, muss der Hund auf sie verweisen, wie die Hundeführer sagen. Das heißt, der Vierbeiner muss den erschnüffelten Gegenstand sozusagen anzeigen, darf den Fund aber nicht selbst berühren. Das ist im Eifer des Wettkampfs für kein Tier leicht. Zu all diesen Aufgaben sitzt dem Team aus Mensch und Tier auch noch die Zeit im Nacken.

Rund 45 Minuten habe ein Team Zeit, die Meisterfährte zu absolvieren. „Etwa 40 Minuten braucht ein gut trainierter Hund auch“, so Karl-Heinz Meier. Die ersten zwei Teams von Blankenfelde dürfen dann bei der Weltmeisterschaft starten, und der Harzer verrät: „Das ist mein Traum.“