Wernigerode l Die Mädchen und Jungen im Wernigeröder Wohngebiet Stadtfeld sind geschockt. Unbekannte haben in der Nacht zum Sonnabend den Wunschbriefkasten zerstört. Erst am Mittwoch war der PoKasten vor dem Ärztehaus in der Ernst-Pörner-Straße aufgehangen worden, damit Kinder ihre Briefe an den Weihnachtsmann abgeben können. Jetzt ist er so demoliert, dass er nicht mehr verwendet werden kann.

Auch Stadtfeld-Quartiersmanager Uwe-Friedrich Albrecht ist fassungslos. „Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas machen kann. Das ist sehr bedauerlich.“ Die Randalierer müssen mit einer Eisenstange zu Werke gegangen sein. „Der massive Metallkasten ist völlig verbogen“, so Albrecht. Und nicht nur das: Die Unbekannten ließen sogar das aufgeklebte Bild des Weihnachtsmannes mitgehen.

Wunschzettel in den Apothekenbriefkasten

Bereits im vergangenen Jahr hatten es Vandalen auf den Wunschbriefkasten im Stadtfeld abgesehen. Damals war der Behälter mit einem Feuerwerkskörper regelrecht in die Luft gesprengt worden. „Deshalb hatten wir vom Quartiersmanagement verabredet, den Kasten täglich zu leeren“, so Uwe-Friedrich Albrecht. Bis Freitag hätten schon etliche Kinder ihre Wünsche eingeworfen. Am 10. Dezember sollte die Aktion enden. „Glücklicherweise hat sich Rita Fuhrmann von der benachbarten Apotheke bereit erklärt, uns zu helfen.“ Die Mädchen und Jungen können ihre Briefe in den kommenden Tagen in den Postkasten der Apotheke stecken. Er befindet sich unterhalb der Notdienstanlage.

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Anzeige will Uwe-Friedrich Albrecht nicht erstatten. „Das bringt nichts. Dafür ist der materielle Wert des Briefkastens zu gering.“ Moralisch gesehen sei die Tat jedoch mehr als verwerflich. „Wahrscheinlich waren es Jugendliche, die mit vier oder fünf Jahren selbst an den Weihnachtsmann geglaubt haben“, sagt der Quartiersmanager.