Wernigerode l Das Grundstück von Sabrina und Alexander Ahrens im Wernigeröder Humboldtweg ist der Hingucker in der Adventszeit. Unzählige Lämpchen beleuchten die Fassade des urigen Holzhauses. Weitere Leuchtfiguren von Schneemännern, Weihnachtsmännern und Elchen stehen auf der Wiese. Sogar die Hecke ist illuminiert.

„Wir lieben Weihnachtsbeleuchtung“, sagt Sabrina Ahrens. „Sie strahlt Gemütlichkeit aus.“ Die Monate November und Dezember empfinde er als gruselig, ergänzt Ehemann Alexander Ahrens. „Viel zu duster. Die Weihnachtsbeleuchtung hilft uns über die dunkle Jahreszeit.“

Angefangen habe alles vor einigen Jahren mit einer einzelnen Lichterkette. „Von Jahr zu Jahr sind weitere dazugekommen.“ Inzwischen sind es fast 20 Ketten mit Längen zwischen 50 und 80 Metern. Wie viele Lämpchen insgesamt leuchten, wissen die Ahrens nicht zu sagen.

Beleuchtung bis 6. Januar

Die Lichterketten bleiben das ganze Jahr über am Haus. Ausgeschaltet selbstverständlich. „Kurz vor dem ersten Advent checken wir alle ab“, sagt Alexander Ahrens. Dann wird repariert oder ersetzt, was defekt ist. Bis zum 6. Januar erfreut sich das Paar jedes Mal aufs Neue an seiner Weihnachtsbeleuchtung. Danach ist erst mal wieder Schluss. Ob sich die Lichterketten auf die Stromrechnung auswirken? „Nicht wirklich. Das sind inzwischen alles LED-Lampen“, so Ahrens. Die alten Lampen hätten mehr Strom verbraucht. Aber Geld hin oder her - „das ist es uns wert.“

Im Haus selbst hält sich das Paar mit aufwändigen Dekorationen zurück. „Wir haben einen Weihnachtsbaum stehen, wie jeder andere auch. Das reicht uns“, sagt Sabrina Ahrens. „Drinnen sieht es ohne hin keiner. Und mit unserer Außenbeleuchtung wollen wir nicht nur uns, sondern auch andere erfreuen.“

Nicht selten halten Passanten und Autofahrer an, um einen Blick auf das auffällige Haus zu werfen. Manche fahren extra deshalb durch den Humboldtweg. „Die Leute fotografieren sogar“, berichtet Alexander Ahrens. Neulich habe ein Mann Fotos vom Haus machen wollen. „Er sagte zu mir: Können Sie nicht mal aus dem Bild gehen? Das war lustig.“

Der Lieblingsweihnachtsfilm der Ahrens ist übrigens „Eine schöne Bescherung“ mit Chevy Chase. In dem US-Film versucht der Familienvater Clark Griswold sein Haus mit 25 000 importierten italienischen Glühlämpchen zu schmücken und stößt dabei an seine Grenzen. „Wir lieben diesen Film“, sagt Alexander Ahrens schmunzelnd. „Wie die Weihnachtsbeleuchtung gehört er für uns zur Adventszeit dazu.“