Blankenburg/Rübeland l Sie ist gerade mal eineinhalb Jahre alt und hat schon fast 3000 Facebook-Fans: Haylie Jane Kölling aus Rübeland. Die Internet-Gemeinschaft verfolgt seit Monaten, mit wieviel Liebe das kleine Mädchen umsorgt wird und wie sie aufwächst. Denn Haylie Jane ist von Geburt an schwer krank. Sie erlitt einen schweren Sauerstoffmangel und kam am 26. Juni 2014 leblos zur Welt. Ihre Eltern machen dafür ärztliche Fehlentscheidungen verantwortlich. Zwar konnte Hailey reanimiert werden, doch nahm ihr kleines Gehirn so schweren Schaden, dass sie seither im Wachkoma liegt. Ihr Leben begann mit unzähligen Krankenhausaufenthalten. Die Kleine hat eine Trachealkanüle in der Luftröhre. Ernährt wird sie über eine Magensonde in der Bauchdecke.

Als Lisa Zilske, Schülerin der 7d des Gymnasiums „Am Thie“ die Facebook-Seite über Haylie Jane entdeckte, wollte sie sofort helfen. „Ich war so gerührt. Aber einfach nur allein Geld zu spenden, fand ich doof“, blickt die 13-Jährige zurück. Sie überlegte, sich weitere Unterstützer dazuzuholen. Mithilfe von Schulleiter Dr. Bernd Büchel, der schulfachlichen Koordinatorin Kerstin Huch und den Schülersprechern wurde nach den Herbstferien eine Spendenaktion am Gymnasium organisiert: Im Schulhaus wurden Flyer verteilt und Plakate aufgehängt. Damit kamen insgesamt stolze 630 Euro zusammen.

Einen symbolischen Scheck über diese Summe überreichte Lisa Zilske der Familie Kölling vor wenigen Tagen zum traditionellen Weihnachtskonzert des Gymnasiums unter großem Beifall der Zuhörer im Atrium. „Mit soviel Unterstützung hatten wir nicht gerechnet“, war Haylies Mama Franziska Kölling sichtlich überrascht. Und auch ihr Sohn Joshua, der von Familie Zilske ein Extra-Geschenk bekam.

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Behandlung teuer

„Einer allein mag nicht viel verrichten können, aber wir alle zusammen können sicher einiges bewegen für Haylie“, erklärte Dr. Bernd Büchel – sichtlich stolz auf das Engagement seiner Schüler.

Wie er weiter erklärte, ist die Behandlung für die kleine Haylie sehr teuer. Immer wieder würden sich die Krankenkassen bei der Bewilligung verschiedener therapeutischer Materialien und medizinischer Geräte querstellen. „Ich habe allein fünf Monate für ein Inhalationsgerät gekämpft“, bestätigt Franziska Kölling, die kein Verständnis dafür hat, dass gerade bei kranken Kindern solche Steine in den Weg gelegt werden. Sie werde aber weiter kämpfen – für ihr Töchterchen.

Infos über die Facebook-Seite „Haylie Jane Kölling unsere Heldin“