Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft setzt auch in der Burgbreite auf energieoptimiertes Heizen

30 Jahre waren Leitungen kochend heiß – jetzt sind sie kalt

Wernigerode (im). Mit gleich zwei Neuerungen wartet die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode (GWW) zum Jahreswechsel auf.

Da wäre zum einen die Fernsehversorgung. Wie GWW-Geschäftsführerin Kirsten Fichtner im Gespräch mit der Harzer Volksstimme informierte, hat das Unternehmen damit begonnen, von den beiden bisherigen Anbietern zu einer ortsansässigen Firma zu wechseln. Dieser Schritt ist zunächst nur in Teilen der Altstadt vollzogen worden. Kirsten Fichtner: "Das betrifft alle, die bereits ein Kündigungsschreiben erhalten haben." Und: "Der Empfang über den 31. Dezember hinaus ist gesichert." Einzige Ausnahme wäre ein Stromausfall, "da geht dann nichts mehr".

Die zweite wichtige Veränderung betrifft die Bewohner der Burgbreite. Nach dem Stadtfeld vor Jahresfrist ist das GWW-Konzept zur energetischen Sanierung auf diesen Bereich ausgeweitet worden. Dazu haben vorab unabhängige Experten Berechnungen angestellt. Die Folge: "Die Steigleitungen waren 30 Jahre lang kochend heiß. Jetzt sind sie kalt." Wer es in seinen vier Wänden künftig wohlig warm haben möchte, so Kirsten Fichtner, muss seine Heizkörper entsprechend hochdrehen. Die GWW-Chefin: "Energetische Sanierung heißt nicht nur, Wärmedämmung draufzuklatschen, sondern auch, optimiert zu heizen." Die durch letzteres erzielte Einsparung liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent. Kirsten Fichtner: "Das kann klimapolitisch nur im Sinne aller sein." Für 2011 kündigte die Geschäftsführerin dazu einen Abgleich aller hydraulischen Komponenten an.

Nach zum Teil unsachlich geführten Debatten durch betroffene Mieter in den vergangenen Wochen stellte Kirsten Fichtner zudem klar: "Wir als GWW haben nichts davon. Egal, ob wir 15 oder 50 Euro durchreichen."