Stempeljäger aus ganz Deutschland wählen Aussichtspunkt bei Zorge zur beliebtesten Stelle

Am schönsten im Harz ist es am Pferdchen

Von Jens Müller

Der Aussichtspunkt rund um den Stempelkasten mit der Nummer 58 - das sogenannte Pferdchen bei Zorge - ist die schönste Stempelstelle der Saison. An der Abstimmung nahmen wieder hunderte Wanderer aus ganz Deutschland teil.

Blankenburg l "Hast du erst Freude am Stempeln, hörst du nicht wieder auf. Sonntags die Ärmel hochkrempeln und dann die Berge hinauf!" Diese Zeilen des Harzer Wandernadel-Liedes haben am Wochenende wieder dutzende Wanderer aus ganz Deutschland eindrucksvoll in die Tat umgesetzt. Sie versammelten sich im Blankenburger Berggarten vor dem Teehaus zum alljährlichen Treffen der Wander-Kaiser- und -Könige. Viele von ihnen hatten zuvor die angebotenen Wanderrouten rund um Blankenburg genutzt, um ein paar Stempel zu sammeln. Andere wiederum kamen bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch, informierten sich über neue Literatur der Wandernadel-Aktion und das GPS-Wandern im Harz.

Einer der wichtigsten Punkte des Treffens war allerdings die Wahl der schönsten Stempelstelle. Mit überragender Mehrheit kürten die Wanderfreunde die Nummer 58 der Harzer Wandernadel zum beliebtesten Ziel des Harzes. Es ist das sogenannte Pferdchen bei Zorge - am Dreiländereck Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. Von diesem Aussichtspunkt mit Pavillon haben Besucher einen einmaligen Blick ins Tal und auf das Städtchen.

Für alle, die sich an der Umfrage für das Pferdchen als schönste Stempelstelle entschieden hatten, wurden wieder attraktive Preise ausgelost. Den Hauptpreis - eine Übernachtung im Gasthaus Obere Mühle - gewann Uwe Behm aus Leipzig. Bei der Verlosung der Patenschaft für eine Kaiser-eiche zog Glücksfee Katharina Nottbohm (13) aus Wendesse bei Peine einen Blankenburger: Ulrich Göhrndt.

Einen schönen Rahmen bildete das gemeinsame Anstimmen des Harzer Wandernadel--Liedes nach der Melodie "Hoch auf dem gelben Wagen", das Siegfried Brix aus Elbingerode auf dem Akkordeon begleitete. Christina Grompe vom Projektbüro der Wandernadel hatte zuvor die Texte ausgegeben, damit auch alle mitsingen können. Außerdem lobte sie alle ehrenamtlichen Helfer, die nach wie vor dafür sorgen, Vandalismusschäden an den Stempelkästen zu beseitigen. Sie gratulierte allen Wander-Kaisern und -Königen zu ihren Leistungen, verwies aber auch auf die ungeheure Zahl an Wander-Prinzessinnen- und Prinzen. In dieser Aktion, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, konnten bereits 1000 kleine Majestäten registriert werden. "Wir sind sehr stolz darauf, dass das so gut funktioniert. Wenn wir die Kinder zum Wandern motivieren können, kommen sie mit ihren Eltern auch gern wieder. Und das ist unser Anspruch: Dass die Wanderer immer wieder in den Harz kommen, um hier ihren Urlaub zu verbringen," so Christina Grompe.

Sie bat zudem die Wandergemeinschaft um Ideen, wie das neue Schaufenster des Wandernadel-Büros in der Marktstraße gestaltet werden sollte.