Quedlinburg l Mit der Übergabe der 23 Trainerlizenzen sind seit 2007 mit der Gründung des Kreisfachverbandes Harz 285 Fußballtrainer ausgebildet wurden – ein absoluter Topwert in Sachsen-Anhalt, der auch darüber hinaus seines Gleichen sucht. Seit diesen zwölf Jahren - in den Altkreisen Quedlinburg und Halberstadt auch schon länger – leitet ein Mann die Geschicke im Ausschuss für Aus- und Weiterbildung: Kreislehrwart Heinzekhart Fuchs.

Als aktiver Fußballer bis zu seinem Studium bei der BSG Motor Halle-Ammendorf und BSG Chemie Buna Schkopau in der zweithöchste Nachwuchsliga spielend, entdeckte der gebürtige Hallenser früh seine Begeisterung für die Trainertätigkeit. „In den 1970er Jahren haben ich die ersten Nachwuchsmannschaften trainiert, Chemie Buna Schkopau, den HFC Chemie, dann die Bezirksauswahl. Das höchste Traineramt war in der Nachwuchsoberliga, zu vergleichen mit den heutigen U23-Teams der Bundesligisten“, erinnert sich Heinz­ekhart Fuchs. Bis zur Wende war er dann Trainer der BSG Motor Quedlinburg und Co-Trainer von Stahl Thale, danach ging zurück zum Quedlinburger SV. „Von Mitte der 1970er Jahre bis 1996 war ich ohne Unterbrechung als Trainer aktiv“, erinnert sich Heinz­ekhart Fuchs.

Seit 1997 Kreislehrwart

Zum Ende seiner Trainerzeit war er schon im Lehrstab aktiv, ab 1997 übernahm er im KFV Quedlinburg die Funktion des Vorsitzenden für Aus- und Weiterbildung. Schon drei Jahre vor der Kreisgebietsreform taten sich die Bereiche Halberstadt und Quedlinburg in der Aus- und Weiterbildung von Trainern zusammen, mit der Bildung des Kreisfachverbandes Fußball übernahm Heinz­ekhart Fuchs auch hier den Vorsitz des Kreislehrwartes.

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„Es ist immer noch interessant, Traineranwärtern den Lehrstoff zu vermitteln, das Wissen rund um das Fußballtraining entwickelt sich immer weiter“, ist bei Heinz­ekhart Fuchs keine Spur von Amtsmüdigkeit zu erkennen. „Das Ausbildungsprofil wird immer anspruchsvoller, das Niveau steigt immer weiter. Aktuell werden die technischen Übungen bei den Trainer­anwärtern intensiviert, um diese später besser an ihre Mannschaften weitergegeben können“, so Fuchs.

Antrieb

„Es treibt einen an, immer wieder Interessenten anzulocken, die ja vorwiegend für den Nachwuchsfußball gewonnen werden. Dabei sind es zunehmend jüngere Leute, die die Trainerausbildung absolvieren“, fügte der Kreislehrwart hinzu. Dabei muss der 73-Jährige auch mit der Zeit gehen, zumindest was Präsentationen bei der Ausbildung betrifft. Von anderen Dingen wie einer TrainerApp „halte ich weniger“, da bevorzugt er doch das gute, alte Lehrbuch. „Besonders freue ich mich, wenn Trainer den Weg weitergehen und die nächsthöheren Lizenzen ablegen, wie aktuell zum Beispiel Hannes Deicke vom VfB Germania Halberstadt, der die A-Li­zenz in Angriff nimmt“, blickt der Quedlinburger stolz auf einige seiner „Absolventen“ zurück.

Als Grund für die große Zahl an Trainern, die im Harzkreis Jahr für Jahr ausgebildet werdem, sieht Heinzekhart Fuchs neben „der einzigartigen Unterstützung der Harzer Volksbank auch die gute Qualität der Ausbildung und der Kontakt zu den Vereinen“. Großen Anteil am hohen Standard misst er seinem Team im Ausschuss für Aus- und Weiterbildung, Klaus Hoppe und Thomas Waldow, bei.

Mit DFB-Mobil unterwegs

Die guten Kontakte zu den Vereinen führt er auf das Präsidium und die jährlichen Fußballkonferenzen zurück, ebenso auf das DFB-Mobil. In seiner Funktion als Kreislehrwart ist er seit zehn Jahren mit seinem Amtskollegen aus dem KFV  Mansfeld-Südharz, Ulf Buchmann, unterwegs, richtet in den Vereinen Trainingseinheiten von den Bambinis bis zu den C-Junioren aus.

Als Rentner hat er für sein ehrenamtliches Engagement genügend Zeit, „schon zur Zeit als Trainer ist das Berufsleben nach meinem Studium in Chemie und zum Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik immer mehr in den Hintergrund gerückt“, erinnert sich „Fuchser“. Im Hintergrund hat auch seine Frau Ingrid in den über 50 Ehejahren seine Leidenschaft immer unterstützt. Als Familienmensch fand er stets den nötigen Rückhalt, und der ist bei vier Kindern, sieben Enkelkindern und drei Urenkeln reichlich gegeben. Auch wenn diese über Quedlinburg, Halle und Magdeburg bis nach München weit über Deutschland verstreut sind.