Wernigerode l Dominic Lemke (17) aus Atzendorf (Salzlandkreis), der Haldensleber Mirko Wolter (18), Moritz Tischer (19) aus Wernigerode und Henning Kilz (19) aus Zeppernick im Jerichower Land sind die neuen Lehrlinge in der Industriebau Wernigerode GmbH. Das Quartett lernt den Beruf des Betonbauers. Wobei die drei letztgenannten gleichzeitig ein Studium für Bauingenieurwesen absolvieren. Sprich: Den dualen Weg eingeschlagen haben.

Im Hauptsitz des Unternehmens am Dornbergsweg wurden die vier jungen Männer jetzt nicht nur offiziell begrüßt. Mit in der Runde weilte auch André Fleischhauer. Der Wernigeröder überreichte im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg die Anerkennung als „Ausbildungsfreundliches Unternehmen“.

Die entsprechende Urkunde wurde von Industriebau-Hauptgeschäftsführer Peter Schmidt, dem Kaufmännischen Geschäftsführer Michael Truthmann, Prokurist und Personalchef Marko Müller sowie Ulf Hardam als Betriebsratsvorsitzender entgegengenommen.

Karriereleiter steht allen offen

Schmidt: „Wir legen sehr viel Wert auf gewerbliche Ausbildung.“ Und: „Deshalb versuchen wir, das auch weiter zu organisieren.“ 80 der derzeit 180 Beschäftigten sind dementsprechend qualifiziert. Voraussetzung bei allem ist und bleibt aber: „Man muss Liebe zu dem Beruf haben.“ Dann steht jedem die Möglichkeit für einen Aufstieg auf der Karriereleiter im Unternehmen offen. Der Hauptgeschäftsführer: „Das bezahlen wir auch.“

Ganz besonders bedankte sich Schmidt bei Marko Müller und Ulf Hardam, die intensiv um die Jugendlichen werben. Beide gehen dafür frühzeitig in die Schulen und sind auf Veranstaltungen wie Berufs- und Ausbildungsmessen präsent.

Der Personalchef hat derweil bei den neuen Lehrlingen „ein gutes Bauchgefühl, dass das was wird“. Davon ist er nach den persönlichen Gesprächen mit den Jugendlichen überzeugt. Marko Müller: „Es ist die Philosophie unseres Unternehmens, ganz viel in die eigene Berufsausbildung zu investieren. Das ist die Zukunft.“ Der Altersdurchschnitt liegt momentan bei 44 Jahren. Für die Branche bedeutet dies einen Top-Wert.

Die Industriebau Wernigerode GmbH mit Niederlassungen in Schönebeck und Staßfurt setzt ihre Schwerpunkte in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Peter Schmidt: „Dort realisieren wir etwa 70 Prozent unserer gesamten Bauleistungen.“ Auf der Liste aktueller Vorhaben finden sich unter anderem aber auch ein Möbelmarkt sowie ein Galerie- und Ateliergebäude in Berlin, Mehrfamilienhäuser in Elmshorn (Schleswig-Holstein) und ein Lehrschwimmbecken in Hamm (Nordrhein-Westfalen).

Rund 54 Millionen Euro Jahresumsatz konnten laut Peter Schmidt 2016 erzielt werden. Das laufende Jahr wird mit etwa 69 Millionen Euro abgeschlossen.

Azubis nach Tarif bezahlt

Die vier künftigen Betonbauer sind im Übrigen nicht die einzigen Nachwuchskräfte, die für die Firma die bereits zitierte Zukunft bedeuten. Lina Neidhardt (17) aus Ilsenburg hat mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau begonnen. Der Helmstedter Philipp Denecke (23) und Nico Fahsel (18) aus Quedlinburg studieren Bauingenieurwesen und absolvieren derzeit ein Praktikum in der Firma.

Ein triftiges Argument, sich endgültig für eine berufliche Laufbahn bei der Industriebau Wernigerode zu entscheiden, lieferte übrigens deren Chef. Peter Schmidt: „Wir zahlen Tarif. Als eines von wenigen Unternehmen in der Branche.“