Raabeschule

Bauarbeiter beseitigen Stolperfallen

Lange haben Schüler und Lehrer darauf gewartet: In den Ferien wird der marode Schulhof der Raabeschule in Wernigerode saniert.

Von Ivonne Sielaff

Wernigerode l Während die Gymnasiasten gerade ihre wohlverdienten Ferien genießen, rollen auf dem Hof der Raabeschule die Bagger. „Wir nutzen die Ferien, um den Pausenhof herzurichten“, informiert Carsten Schneider vom technischen Gebäudemanagement der Kreisverwaltung. Der Harzkreis ist als Träger für das Gymnasium zuständig.

Und das Gelände vor der Außenstelle des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums hat eine Sanierung dringend nötig. „Es sah aus wie ein Flickenteppich“, sagt Schulleiter Herbert Siedler. Dazu unebene Pflastersteine, und ein unansehnlicher Kohlenbunker, der seit den 1990er Jahren nicht mehr genutzt wurde. „Bestimmte Bereiche mussten wir sogar absperren wegen Verletzungsgefahr. Deshalb sind wir froh, dass endlich etwas passiert.“

Begonnen haben die Arbeiten bereits im vergangenen Jahr. „In einem ersten Bauabschnitt wurden der Bereich vor dem Eingang neu gepflastert und ein Grünstreifen angelegt“, so Carsten Schneider. Darüber hinaus wurde die Sicherheitstechnik erneuert. Mit Start der Ferien sei mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen worden. „Wir mussten bis zum Ende des Schuljahres warten, weil das Wegstemmen des Kohlebunkers mit viel Lärm verbunden war.“

In den nächsten Wochen sollen auch auf dem Rest des Schulhofs neue Pflastersteine verlegt werden, informiert die beauftragte Landschaftsarchitektin Elisabeth Köllmann. Unter den Baumen zur Straße hin soll ein Pflanzstreifen angelegt werden. „Bei Regen kann das Wasser in diese Richtung fließen und dort versickern“, so Köllmann.

Außerdem ist es geplant, Blockbänke mit farbigen Kunststoffabdeckungen aufzustellen, auf denen sich die Schüler während der Pausen niederlassen können.

Parallel zu den aktuellen Arbeiten auf dem Schulhof werden die Treppenstufen an den Seiteneingängen repariert. „Die alten Stufen werden angehoben, der Unterbau erneuert und die Stufen wieder draufgesetzt“, sagt Schneider. Darüber hinaus wird derzeit die Modernisierung der elektrischen Anlage im Gebäude vorbereitet. Die Arbeiten sollen laut Carsten Schneider im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Wie auch der dritte Bauabschnitt der Schulhofverschönerung. „Der Bereich vor der Turnhalle soll zu einer Kleinsportanlage ausgebaut werden“, sagt Elisabeth Köllmann. Dafür wird ein mit Kunststoff gebundener wasserdurchlässiger Belag verlegt. „Der Platz soll multifunktional gestaltet werden“, so die Landschaftsarchitektin. Mit einem markierten Spielfeld und einer Sprintfläche. „Die Laufbahn wird allerdings nicht normgerecht. Das gibt die vorhandene Fläche nicht her.“ Außerdem sei vorgesehen, neben der kleinen Mauer einen Stellplatz für Fahrräder samt Überdachung zu bauen.

Für das Raabegebäude stehen in diesem Jahr 250 000 Euro zur Verfügung, informiert Carsten Schneider. „Hiervon werden 120 000 Euro in den zweiten Bauabschnitt der Sanierung der Außenanlagen investiert.“ Das restliche Geld werde für die Moderinisierung der Elektroinstallation benötigt.