Wernigerode l Viel Lob und Anerkennung haben die Bauhof-Mitarbeiter zum Jubiläumsfest erfahren. Daran soll auch nicht gerüttelt werden, wahrlich sorgen die Männer in Orange für Ordnung und Sauberkeit in der Stadt Wernigerode samt der fünf Ortsteile. Nun hat aber die Festveranstaltung anlässlich der Gründung des Bauhofes vor 25 Jahren ein Nachspiel bekommen.

Kinder Anblick schutzlos ausgesetzt

Volksstimme-Leserinnen haben sich beschwert, dass an einer Wand der Halle, in der die Feier ausgetragen wurde, zig Poster mit splitterfasernackten Frauen zur Schau gestellt waren. Vor allem deshalb, weil Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten „Harzblick“ und „Villa Sonnenschein“, die das musikalische Rahmenprogramm gestalteten, diesem Anblick schutzlos ausgesetzt waren. In dieser Hinsicht hätte der Veranstalter, die Stadtverwaltung, gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen, so ihre Kritik und zugleich Empörung, dass solche Poster überhaupt in Gebäuden einer öffentlichen Verwaltung geduldet sind.

Gleichstellungsbeauftragte fassungslos

„Ich bin fassungslos“, reagierte Jana Diesener, als die Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung Tage später mit den „nackten Tatsachen“ von der Volksstimme konfrontiert wurde. Die Wernigeröderin sei selbst nicht auf dem Festakt gewesen. Ihr Unmut und der von anderen machten im Rathaus die Runde und lösten – sechs Tage nach dem Jubiläumsfest – eine Reaktion aus.

Rathaus reagiert mit Nacktfoto-Verbot

„Es gab die klare Anweisung, die Poster abzuhängen“, teilte Pressesprecher Tobias Kascha nun gegenüber der Volksstimme mit. Dass dies nicht schon vor der Veranstaltung erfolgt sei, habe an eine „gewissen Betriebsblindheit“ gelegen. Der Bauhofchef, Torsten Friedrich, habe sich in der Aussprache entschuldigt. Generell, so Tobias Kascha weiter, sei festgelegt worden, dass Nacktfotos in Objekten der Verwaltung nichts zu suchen haben.