Derenburg/Blankenburg l Nach dem jüngsten Brand im „Bistro Nummer 1 an der Holtemme“ in Derenburg ist sofort wild über die Ursache spekuliert worden. Vor allem im Internet kursierten einige Kommentare zur möglichen Brandentstehung. Seit Montagmorgen steht fest: Das Feuer, das Samstagnacht das Gebäude stark beschädigt hat, ist auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Wie Brandursachenermittler Christoph Heicke der Volksstimme bestätigte, ist ein Defekt an einem Stromkabel als Ursache anzusehen. Das Brandspurenbild deute auf eine elektrotechnische Ursache, sagte er. Ein Fremdverschulden könne demnach ausgeschlossen werden.

Für die Eigentümerin ein wichtiges Zeichen an die Öffentlichkeit. Laut Michael Uehre, dessen Schwiegermutter das Bistro gehört, sollen die Reste des stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebäudes komplett abgerissen werden. „Wir sehen zu, dass wir es so schnell wie möglich wieder aufbauen“, sagte der Derenburger.

Während die Derenburger Gewissheit haben, was in der Nacht zu Samstag passiert ist, ist das jüngste Feuer in Blankenburg noch nicht untersucht. Am heutigen Vormittag wird ein Brandursachenermittler an der Wilhelm-Raabe-Warte tätig, wo am Sonntagnachmittag gleich zwei Brände entdeckt wurden.

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Zweiter Brand entdeckt

Nach der ursprünglichen Alarmierung wegen eines brennenden Schuppens konnten die Kameraden vor Ort nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Ein kleineres Nebengebäude des einstigen Ferienheims stand nach Angaben der Blankenburger Feuerwehr in Vollbrand und war bereits eingestürzt. Ein Trupp wurde unter Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt, während ein Pendelverkehr zur Wasserversorgung eingerichtet wurde. Parallel dazu wurde das Tanklöschfahrzeug aus Wienrode angefordert, da es laut Stadtwehrleiter Werner Greif über das größte Wasserreservoir verfüge. Auch Landwirt Rüdiger Klamroth aus Börnecke wurde kurzzeitig in Alarmbereitschaft versetzt. Sein 12.000 Liter Wasser fassender Tankanhänger musste allerdings nicht angefordert werden. Ebenso konnten die Kameraden der übrigen Wehren ihren Sonntag genießen. Das Feuer war schnell gelöscht. Für Werner Greif ein Glück, da aufgrund der schmalen Zufahrt zur Raabe-Warte und der engen Verhältnisse auf dem Berg ein Pendelverkehr mit Einbahnstraßenregelung hätte eingerichtet werden müssen. „Und das wäre sehr aufwändig geworden“, so Greif.

Brenzlig wurde es am Sonntagnachmittag trotzdem. Denn während der Brandbekämpfung wurde ein zweites Feuer im Dachstuhl des Hauptgebäudes bemerkt. So wurde aber die Blankenburger Drehleiter in Stellung gebracht. „Der Dachstuhl konnte schnell durch einen koordinierten Innen- wie auch Außenangriff unter schwerem Atemschutz gelöscht werden“, erklärte Ortswehrleiter Alexander Beck. Mitarbeiter der Stadtwerke stellten danach sicherheitshalber den Strom im Gebäude ab. Die Brandorte wurden beschlagnahmt. Insgesamt waren 39 Kräfte auf der Raabe-Warte im Einsatz.

Den Brandursachen soll heute genau auf den Grund gegangen werden. Unklar ist derweil, welche Rolle einer siebenköpfigen Gruppe zukommt, die an dem ehemaligen Ferienheim angetroffen wurde.