Wernigerode l Die Hasseröder Brauerei soll nach Informationen von MDR Sachsen-Anhalt an den Finanzinvestor CK Corporate Finance aus Kronberg in Hessen verkauft worden sein. Die Höhe der Kaufsumme sei unklar, teilte der Sender am Montagabend mit. Bislang schwebte eine Verkaufssumme von 200 Millionen Euro im Raum. Die Mitarbeiter der Brauerei sollen am Dienstag auf einer Betriebsversammlung über Details informiert werden.

Die Wernigeröder Traditionsbrauerei gehört zum weltgrößten, belgisch-brasilianischen Braukonzern AB InBev. Im Zuge seiner Fusionierung mit US-Brauriesen Sab-Miller wurde das Deutschland-Geschäft umstrukturiert. Dabei fiel die Entscheidung, sich von der Premium-Marke Hasseröder und der Altbierbrauerei Diebels zu trennen. Dass die Anheuser Busch InBev die Harzer Traditionsbrauerei Hasseröder verkauft hat, wurde erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, der Investor war bislang geheim.

Der Hasseröder-Absatz ist deutlich gesunken, von 2,42 Millionen Hektoliter (2013) auf 2,09 Millionen (2016). Das Unternehmen machte dafür den harten Preiswettbewerb verantwortlich. Hasseröder beschäftigt in Wernigerode rund 260 Mitarbeiter.