Wernigerode l Diesen Harzausflug am Tag der Deutschen Einheit wird das Pärchen aus Berlin nie vergessen. Am Ende schaffen es die Beiden sogar ins Fernsehen. Für das Drehteam eine Chance, bei einem Unfall live dabei gewesen zu sein.

Der Reihe nach: Während Kameramann und Tontechniker damit beschäftigt sind, die Arbeit der Bergwacht Wernigerode auf dem Brocken zu filmen, werden die Lebensretter gegen 13 Uhr alarmiert. Unfall auf der Brockenstraße, eine Person ist mit einem Roller gestürzt und hat sich verletzt.

Hilfe in drei Minuten

Der Jeep rast hinunter, gefolgt von der Filmcrew des ZDF. Die verletzte Person ist eine Frau, ihr Mann hat über 112 den Notruf abgesetzt. Er staunt, dass innerhalb von drei, vier Minuten, wie er sagt, die Bergwacht zur Stelle ist.

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Die Mitglieder Till Kauffels und Andreas Hoppe kümmern sich sofort um die Verletzte, die ansprechbar ist, Hautabschürfungen und Prellungen hat und von einem Schwindelgefühl berichtet. Sie übergeben die Berlinerin an den Rettungsdienst, der wenig später mit einem Fahrzeug aus Hasselfelde angerückt ist. Zur weiteren Untersuchung und Behandlung wird die Verletzte ins Krankenhaus gefahren.

Ihr Mann, der stillschweigend alles beobachtet, hat bereits die Lehre aus ihrem Handeln gezogen. „Roller ist auf der Brockenstraße tabu“, sagt er, selbst wenn der Unfall einem Materialversagen zuzuschreiben ist. Die Lenkung hat versagt, kopfüber ist die Frau auf die Straße gestürzt und eine Böschung hinunter gerollt.

Die Bergwacht-Mitglieder treffen immer wieder Experten an, die mit Roller und neuerdings mit Longboards die Brockenstraße herunter sausen, oft schneller als die erlaubten 30 km/h, und sich verletzen. Die meisten Sorgen, sprich Einsätze, so Wolfgang Schökel, bereiten ihnen aber Rennrad- und Mountainbikefahrer.