Wernigerode l Die Vermutungen der Apotheker haben sich gestern bestätigt: Lange - aber auch abstandsbedingte Schlangen vor den Apotheken in Wernigerode verdeutlichen den großen Ansturm. Vor fast allen Apotheken in Wernigerodes Innenstadt sammelten sich Menschen, die sich ihre kostenlosen FFP2-Masken abholen wollen.

„Wir haben, wie vermutet, heute alle Hände voll zu tun“, beschreibt Franziska Saaber, Mitarbeiterin in der Neustadt-Apotheke, „Wir bedienen die Kunden die ganze Zeit zu dritt.“

Denn ab gestern, 15. Dezember können Personen über 60 Jahre jeweils drei kostenlose Schutzmasken für sich beanspruchen. Dafür müssen sie nur ihren Personalausweis vorzeigen. Wer unter sechzig ist, hat ebenfalls Anspruch auf die Masken, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Die Ausgabe der Schutzmasken erfolgt in einem stufenweisen Verfahren. Ab morgen sind FFP2-Masken auch in der Hirsch-Apotheke erhältlich.

„Wir hatten vorab 3 000 Masken bereit“, sagt Franziska Saaber, „die Nachfrage war so hoch, dass wir jetzt nur noch FFP2-Masken an unsere Stammkunden verteilen.“

Deter Klaus aus Wernigerode hatte es schon an verschiedenen Ausgabestellen vergeblich versucht. Er wolle nicht nur für sich, sondern auch für Bekannte gleich noch Schutzmasken mitnehmen. Glück hatte er schließlich in der Forum-Apotheke.

„Ich habe leider noch keine Masken bekommen, aber meine Frau schon. Sogar ohne lange dafür anzustehen“, beschreibt Dieter Möller aus Ilsenburg. Glück gehabt, denn beispielsweise an der Rats-Apotheke am Nicolaiplatz mussten die Menschen lange warten, obwohl Geschäft und Maskenausgabe getrennt von einander abliefen.

Die FFP2-Masken filtern 95 Prozent der Luftpartikel und schützen so besser den Träger.