Heimburg l So viel Heimburg hat es lange nicht gegeben. Bei einem Familientag trafen sich in dem Ort gleich mehr als 50 Menschen mit jenem Namen – allesamt Nachfahren des alten Geschlechts derer von Heimburg. Dem Treffen waren knapp sechs Monate intensiver Vorbereitung vorangegangen, wie Bernd Hanke, Vorsitzender des Heimburger Heimatvereins, erklärte. Anfang Mai kam er mit dem Familienoberhaupt Heino von Heimburg und Ortsbürgermeisterin Ilona Kresse zusammen, um das Besuchsprogramm abzusprechen. Zwei Tage später war es dann so weit: Eine Fahrzeugkolonne kam den Heimburger Berg herauf und bog auf den Gutshof ein. „Immerhin waren von geplanten 53 Familienmitgliedern 51 mit dem Namen von Heimburg angereist“, freute sich Hanke. Die Fahrzeugkennzeichen verrieten, dass ganz Deutschland vertreten war, aber auch die Schweiz, die USA und Norwegen.

Nach der Begrüßung durch Heino von Heimburg und Busso von Heimburg ging es zu Fuß hinauf zur Burg, um an die Mühen der Vorfahren zu erinnern. Hoch oben empfing die Gäste ein fein geputzter Burgberg. Es wehten bei schönstem Wetter und gutem Wind zwei Fahnen: die Burgfahne des Heimatvereins und die Fahne derer von Heimburg.

Zeitreise auf dem Burgberg

Diese hatt zur Überraschung der Gäste Heino von Heimburg im Vorfeld mitgebracht. Dicht gedrängt im Pavillon begaben sich die Gäste mit Bernd Hanke auf eine kurze Zeitreise, sie tauschten Gedanken aus und genossen ein Kuchenbuffet. In vielen Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Besonders freute sich Bernd Hanke über eine Einladung zu einem Ausflug nach Eckerde. „Eines der schönsten Komplimente war aber, dass dieser Besuch aus dem Burgberg der Höhepunkt des Familientages gewesen sei“, so Hanke. Allerdings ging es für die weitgereisten Gäste danach noch in die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, wo Küsterin Susanne Engelmann und ihre Vorgängerin Karin Hädicke über die Geschichte des Gotteshauses informierten.

Wie Bernd Hanke erläuterte, geht die Gründung des Heimburger Familiengeschlechts auf das Jahr 1073 zurück. Unter Heinrich IV. wurde die Burg als Reichsburg (Schutzburg) mit ihren Schwestern in Harzburg, Falkenstein (alte Anlage) und der Lauenburg im 30-jährigen Krieg gegen die Sachsen errichtet. Außerordentliche Leistungen und Loyalität während dieser Auseinandersetzungen veranlassten Heinrich IV. – andere Quellen sprechen dies Heinrich dem Löwen zwei Jahre später zu – diese Burg mit dem Titel von Heimburg dem Vorfahr der Familie zu schenken.