Schierke/Wernigerode l Aufatmen in Schierke: Die Eismaschine Feuerstein-Arena läuft wieder, produziert Kälte und damit Eis. Wenn auch verspätet. Denn eigentlich wollte Arena-Chef Andreas Meling die Eisfläche schon an diesem Wochenende für Schlittschuhläufer öffnen – wenn alles optimal laufe, schränkte er Mitte Oktober im Gespräch mit der Volksstimme ein. Es lief aber nicht optimal.

Die Technik hat den Eismachern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Maschine funktionierte nicht richtig. Der Defekt sei während der Wartung entdeckt worden, informiert Wernigerodes Rathaussprecher Tobias Kascha auf Nachfrage. Das Problem: Der Kältekreis sei undicht. Der Fehler sei am Freitag behoben worden.

Ob der Stadt durch die Reparatur nun Kosten entstehen, wird derzeit im Rathaus geprüft. „Grundsätzlich fällt die Reparatur in die Gewährleistung“, so Kascha. „Da es sich bei Kältemittelverlust um Betriebsstoffe handelt, die nicht Teil einer Gewährleistung sind, wird hier sicher das Gespräch mit dem Errichter notwendig sein.“

Hoffen auf Kälte

Ein weiteres Problem ist das Niederschlagswasser, das sich in den Auffangwannen an der Maschine sammelt. Um den Schalter der Anlage zu bedienen, müsste der Mitarbeiter durch Wasser waten. Ein Sicherheitsrisiko? „Nein“, sagt Tobias Kascha. „Das hat uns die Haustechniker-Firma, die wir mit der Reparatur beauftragt haben, bestätigt.“ Dennoch soll in Kürze eine Gitterkonstruktion eingebaut werden, damit niemand nasse Füße bekommt.

Bis die ersten Schlittschuhläufer ihre Runden auf dem Eis drehen können, geht noch ein bisschen Zeit ins Land. Das Eismachen dauere etwa fünf Tage, informiert Tobias Kascha. „Gutes und günstiges Wetter vorausgesetzt.“ Um die Eisfläche herstellen zu können, werden dauerhaft fünf Grad Celcius oder weniger benötigt. „Bei höheren Temperaturen haben wir das Problem, dass das Wasser nicht richtig friert und wir keine Markierungen oder Werbungen einlegen können.“ Dazu komme, dass im Moment immer wieder Blätter auf der Fläche liegen und dann mit eingefroren werden. „Das müssen wir natürlich ausschließen“, so der Rathaussprecher.

Nach Abschluss der Reparaturarbeiten wird nun „mit Hochdruck“ an der Eisproduktion gearbeitet. Für die Eröffnung der Wintersaison werde das zweite Novemberwochenende angepeilt. „Aber immer vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und die Kältemaschine läuft reibungslos.

Magere Sommersaison

Hintergrund: Die Feuerstein-Arena wurde für knapp neun Millionen Euro (4,9 Millionen Euro Fördergeld) von der Stadt Wernigerode gebaut und im Dezember 2017 mit großer Eisfläche eröffnet. Im ersten Winter wurden 32.000 zahlende Besucher registriert.

Hinzugerechnet werden müssen viele Gäste, die kostenlose Veranstaltungen besuchten. Die Sommersaison blieb mit 9000 Besuchern deutlich hinter den Erwartungen der städtischen Betreiber zurück.