Ilsenburg l Großeinsatz am südlichen Stadtrand von Ilsenburg: Alle drei Ortsfeuerwehren der Stadt, die hauptamtlichen Brandschützer der Betriebsfeuerwehr des Walzwerkes, die Ortsfeuerwehren aus den Nordharz-Ortsteilen Wasserleben und Stapelburg sowie der selbst konstruierte private Wassertanker von Denis Maldet aus letzterem Ort sind am Montag, 27. April, zu einem Waldbrand gerufen worden.

Im Bereich des 570 Meter hoch gelegenen Stumpfrückens/ Kammerberges bemerkten Zeugen gegen 9 Uhr erstmals Rauch. Nach Angaben des Polizeireviers Harz in Halberstadt habe es sich um eine etwa 40 mal 40 Meter große Fläche gehandelt, auf der mit jungen Birken und Douglasien aufgeforstet wird. Die betroffene Fläche befindet sich im Besitz des Landesforstes.

Nach der Alarmierung kurz nach 9 Uhr hatten die ersten Wehren Probleme, den genauen Brandort zu lokalisieren. Zu Hilfe kam ihnen dabei ein privates Angebot eines passiven Wehrmitglieds. Der Ilsenburger hat seine Unterstützung angeboten und die Wehr machte gestern gern davon Gebrauch.

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Drohne hilft bei Suche nach Brandort

„Es hat zwar immer noch eine Weile gedauert, aber ohne die Drohne währen es mehrere Stunden gewesen, bis wir den Brandort gefunden hatten“, sagte Einsatzleiter Fabian Gaede. Die offizielle Feuerwehr-Drohne aus Blankenburg war zwar auf dem Weg nach Ilsenburg, konnte aber wieder abbestellt werden.

Nachdem der Brandort lokalisiert war, mussten die Löschtrupps eine etwa 750 Meter lange Leitung in das schwer begehbare Terrain verlegen. „Mit den Tanklastern hätten wir es nie bis ans Feuer geschafft. Einzig der alte LO aus DDR-Zeiten hat diese Aufgabe meistern können“, so Gaede.

Landesforst überwacht Brandstelle

Die eigentliche Brandbekämpfung stellte dann die fast leichteste Aufgabe für die Kameraden dar. Gegen 13.30 Uhr war die letzte Flamme erloschen und die Einsatzleitung konnte die Brandstelle an Mitarbeiter des Landesforstes übergeben. Diese regeln für einige Tage die Brandwache.

Zur Brandursache hielten sich Feuerwehr und Polizei offiziell am Montag noch bedeckt. Wie die Volksstimme von der Feuerwehr erfuhr, könne illegales Campieren im Wald aber nicht ausgeschlossen werden. So wurden an einer Stelle im Brandbereich Holzstuken festgestellt, die nach Größe und Anordnung durchaus als Sitzgelegenheiten hätten dienen können.

In diesem Zusammenhang verwies die Feuerwehr noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass durch die anhaltende Trockenheit im Harz eine hohe Waldbrandgefahr herrscht. Und an diesem Risiko werde auch der eine oder andere in den nächsten Tagen mögliche Regenschauer nichts ändern.