Badespaß

Freibäder sollen bald in Saison starten

Die Vorbereitungen auf die Freibad-Saison sind in Ilsenburg, Darlingerode und Wasserleben abgeschlossen. Offen sind Fragen, wie Corona-Regeln umgesetzt werden.

Von Jörg Niemann
In den Freibädern der Nordharzregion werden aktuellVorbereitungen für einen zeitnahen Saisonstart getroffen. Festlegungen, wie mit der Pandemie umgegangen werden muss, gibt es noch nicht.
In den Freibädern der Nordharzregion werden aktuellVorbereitungen für einen zeitnahen Saisonstart getroffen. Festlegungen, wie mit der Pandemie umgegangen werden muss, gibt es noch nicht. Foto: Jörg Niemann

Ilsenburg/Darlingerode/Wasserleben - Noch herrscht Ruhe, doch spätestens im Juni sollen sie für Abwechslung im Pandemiealltag sorgen – die Freibäder in Ilsenburg, Darlingerode und Wasserleben.

Die beiden Bäder der Stadt Ilsenburg – das Ludwigsbad in der Kernstadt und das Waldbad in Darlingerode, werden auch in diesem Jahr wieder von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Wernigerode betrieben. Der Vertrag zwischen der Stadt und dem Verein sieht wie in den Vorjahren auch eine Badöffnung zum 1. Juni vor. „Auf diesen Termin sind alle Vorbereitungen ausgerichtet, und soweit mir bekannt ist, liegen die Arbeiten im Zeitrahmen“, sagt Bürgermeister Denis Loeffke (CDU).

Bauarbeiten waren geplant

Dass das Bad überhaupt in diesem Jahr öffnet, ist einer Absage eines Fördergeldgebers zu „verdanken“. Denn eigentlich waren für dieses Jahr größere Umbauarbeiten im Ludwigsbad geplant. Die sind vor allem der Tatsache geschuldet, dass das Bad inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen ist und nicht mehr ganz den Anforderungen an ein modernes Bad entspricht. Deshalb sollte eine umfassende Renovierung mit weiteren baulichen Veränderungen Abhilfe schaffen. Aber in der ersten Runde der Fördergeldvergabe ging der Ilsenburger Antrag leer aus, so dass sich die Stadt nun erneut beworben hat und auf Antragsbewilligung in der zweiten Runde hofft.

Dennoch war der Bauhof der Stadt nicht untätig und hat kleinere Reparatur- und Verschönerungsarbeiten erledigt. Umfangreiche Bauarbeiten wird es zumindest in diesem Jahr nicht geben.

Parallel zum Ludwigsbad sind auch die Vorbereitungen für den Saisonbetrieb im Darlingeröder Waldbad weitgehend abgeschlossen. Auch dort soll es am 1. Juni losgehen.

Kontrollgang

Weitgehend startklar ist auch das Ilsestrandbad in Wasserleben, das einzige Freibad innerhalb der Gemeinde Nordharz. Dort ist seit Jahrzehnten Klaus-Dieter Hentrich der Chef des Bades. Und das sogar am Sonntag, wie die Volksstimme erfuhr. Die Frage nach dem Stand der Dinge beantwortete Hentrich während seines täglichen Kontrollgangs im Bad.

„Rein technisch ist alles, was selbst erledigt werden konnte, fertig. Am Donnerstag kommt ein Mitarbeiter vom TÜV und inspiziert die große Rutsche. Und dann müssen nur noch die Wasserproben entnommen und im Labor kontrolliert werden. Dann könnte es rein theoretisch losgehen“, sagt Hentrich, verweist aber auch darauf, das es noch kein „grünes Licht“ aus der Nordharzer Verwaltung gibt.

Wohl keine Öffnung im Mai

Das dürfte vor allem zwei Gründe haben. Zum einen ist es für einen regulären Badebetrieb einfach noch zu kalt und zum anderen muss abgewartet werden, welche Corona-Regeln bei einer Eröffnung gelten. Hentrich selbst rechnet zumindest zu Beginn der Badesaison mit ähnlichen Regelungen wie im vergangenen Jahr, mit denen sich die Gäste letztlich arrangiert haben. Welche Festlegungen in diesem Jahr gelten, das ist aber offensichtlich noch nicht entschieden. Deshalb gibt es vonseiten des Schwimmmeisters auch noch keine konkreten Spekulationen in Richtung Badöffnung. Eine Öffnung im Mai – der 15. Mai war vor der Covid 19-Pandemie allgemein der Eröffnungstag – hält er aber für wenig wahrscheinlich.

Von Bürgermeister Gerald Fröhlich (parteilos) war zu erfahren, dass sich in der Verwaltung die zuständigen Mitarbeiter mit dem Thema Badöffnung beschäftigen werden. Und dabei wird sicher auch der Blick in das eine oder andere Bad in benachbarten Kommunen gerichtet, damit die Bedingungen für die Badegäste möglichst einheitlich und somit auch gleich fair für alle sind.