Freiwillige verschönern Kindertagesstätte in Tanne

Beim Arbeitseinsatz in Tanne wurden Giebel gestrichen und das Außengelände auf Vordermann gebracht.

Von Katrin Schröder
Zahn freiwillige Helfer haben beim Arbeitseinsatz  Gebäude und Außengelände auf Vordermann gebracht.
Zahn freiwillige Helfer haben beim Arbeitseinsatz Gebäude und Außengelände auf Vordermann gebracht. Foto: Christian Resow

Tanne - In leuchtendem Blau strahlt seit kurzem wieder der hölzerne Giebel an der Fassade der Kindertagesstätte in Tanne. Zu verdanken ist dies zehn freiwilligen Helfern, die an einem Arbeitseinsatz mit corona-gerechtem Abstand an der Einrichtung im Oberharz-Ortsteil teilgenommen haben.

Am vorvergangenen Freitag habe man begonnen, die angegrauten Holzteile der Fassade sowie den Rest der Wand zu streichen. Am folgenden Sonnabend konnten die Malerarbeiten nach kurzer Trocknungsphase abgeschlossen werden, berichtet Ortsbürgermeister Christian Resow (parteilos). Neben ihm haben Gerald Grimm, Reinhard Biethahn und Gerhard Resow den Pinsel geschwungen. Die Farbe haben die Helfer mitgebracht. „Das Geld dafür stammt aus dem nicht vorhandenen Bürgermeister-Etat“, sagt Christian Resow, der dafür seine Aufwandsentschädigung verwendet hat. Zusätzlich haben Einwohner dafür gespendet.

Derweil haben Kordula Ebert, Willi Saalfeld und Kevin-John Little, die beiden Erzieherinnen Sandra Ebert und Jennifer-Maria Jordan sowie Ralph Beuke vom Ortschaftsrat weitere Arbeiten am Gebäude und im Außengelände der Kita erledigt. Die Dachrinnen waren zu reinigen, ferner wurde das Gras rund um die Zäune gestutzt, um den Hausmeister später das Mähen der Wiese zu erleichtern. Die Helfer jäteten zudem Unkraut, säuberten die Beete im kitaeigenen Schaugarten und legten ein neues Beet für die Kinder an.

Leuchtend und frisch

Vom Ergebnis der Aktion ist Kitaleiterin Antje Gropp begeistert. „Wir haben uns sehr gefreut. Jetzt leuchtet es wieder richtig“, sagt sie über den frischen Anstrich. Im vergangenen Herbst hatten die ehrenamtlichen Helfer bereits den anderen Giebel sowie den holzverkleideten Anbau am Eingang gestrichen.

Die Arbeiten seien mit der Stadtverwaltung abgesprochen. Die Kommune selbst sei angesichts leerer Kassen und zahlreicher Aufgaben, die zu erledigen seien, kaum in der Lage, diese zu erledigen. Beim ersten Elternabend in der Kita, den Christian Resow als Ortsbürgermeister besucht habe, habe er daher Hilfe angeboten. „Das haben wir gern angenommen“, so Antje Gropp.

Für Resow ist die Unterstützung für die Kindereinrichtung eine Frage der Standortpflege. „Uns geht es darum, den Kindergarten zu erhalten“, sagt er. 1998 wurde das Gebäude, das als Anbau an das ältere Haupthaus geplant war, errichtet. Einen Anstrich hatte es seitdem noch nicht wieder erhalten – bis jetzt. Die übrigen Wände sähen im Vergleich zu den Giebeln aber noch recht ordentlich aus. „Wir überlegen, ob wir das Schild am Eingangstor streichen“, so Resow.

Kindergarten seit 1954

Während im neueren Anbau die Krippenkinder untergebracht sind, ist im Altgebäude der Bereich der Kindergartenkinder untergebracht. Es wurde 1946 als Sommerhaus erbaut und beherbergt seit 1954 die örtliche Kindertagesstätte.

In der Vergangenheit hatte die Einrichtung im Zuge der Sparanstrengungen auf der Kippe gestanden, eine Schließung wurde aber abgewendet. Das liegt auch daran, dass die Kindertagesstätte sehr gut ausgelastet ist. „Derzeit sind 26 der 28 Plätze belegt“, sagt Kitaleiterin Antje Gropp.

Und dies werde auf absehbare Zeit auch so bleiben: Bisher hätten sich An- und Abmeldungen stets die Waage gehalten, in diesem Jahr seien die üblichen Abgänge in die Schule, aber auch viele Neuzugängen zu erwarten.

Viel in der Natur unterwegs

Für die Kinder seien das große Außengelände und Wald und Flur in unmittelbarer Nähe ideal, um die Natur zu entdecken, sagt Antje Gropp. „Wir gehen sehr viel nach draußen.“ Sie hofft, dass, sobald die Corona-Auflagen weiter gelockert werden, wieder gemeinsame Veranstaltungen mit dem Ortschaftsrat und den weiteren Helfern möglich sind. Geplant werden könnte zum Beispiel ein Lampionfest.

Christian Resow ist derweil mit dem Ergebnis des Arbeitseinsatzes zufrieden, hofft aber, dass sich beim nächsten Mal mehr Eltern beteiligen können. „Es geht ein großer Dank an die fleißigen Helfer und die Spender.“

Antje Gropp, Leiterin der Kita in Tanne, bedankt sich bei  Ortsbürgermeister Christian Resow für die Unterstützung.
Antje Gropp, Leiterin der Kita in Tanne, bedankt sich bei Ortsbürgermeister Christian Resow für die Unterstützung.
Foto: Katrin Schröder