Wernigerode l Vollgelaufene Keller, überschwemmte Bahngleise und kurzzeitige Sperrung des Altstadtkreisels – das Unwetter am Donnerstagabend hat Wernigerode kurz, aber heftig getroffen. Die Freiwillige Feuerwehr musste binnen anderthalb Stunden zu fünf Einsätzen ausrücken, berichtet Marco Söchting. „Zwischen 19 und 20.30 Uhr waren wir mit 20 Kameraden und vier Fahrzeugen im Einsatz“, sagt der Vize-Stadtwehrleiter.

Schwerpunkt sei Oberhasserode gewesen. Hier waren die Amtsfeldstraße, Quergasse und Triangel besonders betroffen. „Das der Sturzbach bei Gewitter über die Ufer tritt, ist für uns inzwischen fast schon Gewohnheit“, sagen Anwohner der Ecke Frankenfeldstraße/Triangel. An der Kreuzung hatte sich ein kleiner, bis zu 35 Zentimeter tiefer Teich gebildet. Das Wasser aus dem Sturzbach überspülte auch die Bahngleise der Harzer Schmalspurbahnen, berichten Anwohner und Feuerwehrleute vor Ort.

Laut Rettungsleitstelle Harz hatte es binnen einer Stunde punktuell bis zu 40 Liter pro Quadratmeter geregnet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD)warnt, die Gewittergefahr im Harz bleibe am Wochenende hoch.Auch einzelne Unwetter mit heftigem Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, drei Zentimeter großen Hagelkörnern und Sturmböen bis 75 Kilometer pro Stunde sind nicht ausgeschlossen, heißt es auf der DWD-Webseite weiter.