Benzingerode l Ein 62 Jahre alter Mann aus Benzingerode hat am Donnerstag erneut für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gesorgt. Nachdem er an mehreren Stellen auf seinem Grundstück Feuerstellen entfacht hatte und die Flammen auf angrenzende Grundstücke überzugreifen drohten, alarmierten Anwohner gegen 10.20 Uhr die Feuerwehr. Die Kameraden löschten die Feuer, der Bewohner wurde später in eine Fachklinik gebracht.

Mit dem Einsatz findet quasi ein Großbrand in der Nacht zum 17. September die Fortsetzung. Damals waren das Obergeschoss und der Dachstuhl des Haues komplett ausgebrannt – laut Polizei offenbar aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit einer offenen Flamme.

Nun wollte der Mann offensichtlich in einer Feuertonne vom Brand zerstörte Utensilien heiß „entsorgen“. Obendrein hatte er in der Werkstatt einen größeren Holzbalken in den Ofen geschoben und entzündet, um sich Essen zuzubereiten. Ein Ansinnen, das angesichts der offenen Ofentür kreuzgefährlich war und – ebenso wie das Feuer in der Tonne – für massive Qualmentwicklung sorgte.

Flammen schnell Kontrolle

Die Feuerwehr, die mit sechs Kameraden vor Ort war, hatte die Flammen schnell unter Kontrolle, so Stadtwehrleiter Matthias Treuthardt. Der 62-jährige Bewohner, so Polizeisprecher Uwe Becker, wurde vom Rettungsdienst in ein Fachkrankenhaus gebracht.

Der Mann hatte bereits zum Jahresanfang öffentlich für Schlagzeilen gesorgt, weil er auf seinem völlig zugemüllten Grundstück illegal zwei Wildschweine gehalten hatte. Die Tiere waren immer wieder ausgebrochen und hatten die Grundstücke von Nachbarn verwüstet.

Nach längerem Tauziehen zwischen Kreis- und Stadtverwaltung erlegte schließlich ein Jäger im Februar ein Tier. Ein weiteres war damals bereits verendet.