Ilsenburg l Zwei Einsätze hatten die Feuerwehren der Stadt Ilsenburg am vergangenen Wochenende zu bewältigen. Der erste war am Freitag und zu ihm brauchten die Kameraden – zumindest jene aus Ilsenburg – nicht einmal ein Fahrzeug aus der Garage zu holen. Kurios auch, dass der Einsatzleiter zugleich Ansprechpartner vor Ort war: Denn es handelte sich um Dittmar Kalo, den Hallenwart der Harzlandhalle.

„Zwar hatte das Sturmtief vor einer Woche nur relativ wenig Schnee auf dem Dach zurückgelassen, doch an einigen Stellen waren gefährliche Schneewehen, die bei dem bevorstehenden Tauwetter zur Gefahr für die Statik der Halle hätten werden können. Teils waren diese bis zu 70 Zentimetern hoch“, sagte Kalo.

Er versammelte in Abstimmung mit Bürgermeister Denis Loeffke (CDU) einige Kameraden aus Ilsenburg und Darlingerode um sich, um den Schnee vom gefährdeten Dach zu schippen. Bis zum Nachmittag war die größte Veranstaltungshalle der Nordhar-Region gesichert.

Den zweiten Einsatz hatten die Feuerwehren dann am Sonnabend. Um 13.40 Uhr erreichte sie die Information aus der Leitstelle, dass im Bereich des Ilsenburger Wohngebietes Wienbreite eine Garage in Flammen steht. Zum Brandort gerufen wurden die Ortsfeuerwehren von Ilsenburg, Darlingerode und Drübeck.

Beim Brandort handelte es sich um eine Doppelgarage. Direkt betroffen war nur eine Hälfte und die Feuerwehren waren so schnell, dass die ein Übergreifen der Flammen auf den anderen Gebäudeteil verhindern konnte. Dort stand ein Auto, das nur etwas Ruß abbekommen hat, ansonsten aber keine Schäden nahm.

„Bei diesem Einsatz hatten die Betroffenen besonders viel Glück, denn in Bezug auf das Löschwasser genügte zur Brandbekämpfung das Wasser, das die Feuerwehr für den ersten Löschangriff an Bord der Fahrzeuge bereithält“, sagte Dittmar Kalo. Er musste nämlich feststellen, dass rund um den Brandort herum kein einziger Hydrant einsatzbereit gewesen wäre, da die Zugänge nicht vom Schnee beräumt waren.

„In diesem Fall hatten wir und auch die Betroffenen viel Glück. Jeder Bürger sollte sich dahingehend bewusst sein, dass es auch bei ihm brennen könnte und auch er dann darauf hofft, dass die Feuerwehr zum Löschen gute Bedingungen vorfindet“, so Kalo.