Sorge l Sorgen um attraktive Angebote im ganz ähnlich klingenden Oberharzort braucht sich niemand zu machen. Sorge hat knapp 100 Einwohner, aber vier neue Rundwanderwege. Der Harzklub Tanne/Sorge hat sie jetzt offiziell freigegeben. Die Wege führen an die landschaftlich schönsten Orte und sind verschieden lang.

Es gibt einen von nur 1,2 Kilometern für Spaziergänge und auch einen bis zu acht Kilometer langen Weg für längere Wanderungen. Erschlossen werden dabei malerische Landschaften ebenso wie geschichtsträchtige Orte entlang ehemaligen DDR-Grenze.

Geschaffen hat das neue Wegesystem der erstarkte Doppel-Zweigverein des Harzklubs für Tanne und Sorge. Ähnlich wie schon bei der Feuerwehr haben sich nun auch beim Harzklub die Aktivisten beider Orte für eine effektivere Arbeit unter Leitung von Hans-Joachim Wolf (Tanne) zusammengeschlossen.

Berliner Paar zieht es in den Oberharz

Zusätzlich frischen Wind bringen zwei Berliner. Andreas Genten und Partnerin Stefanie Schnurr sind dabei, sich in Sorge ein neues Zuhause einzurichten und haben den Oberharz jetzt schon lieben gelernt.

„Es ist so schön hier, da helfen wir gerne, die Landschaft zu erschließen“, sagt Genten. Der Noch-Berliner und seine Partnerin sind bereits Mitglieder im Harzklub. Genten und Schnurr erkundeten den Ort sehr intensiv, fotografierten, entwarfen Tafeln der Wandergebiete. Bei Harzfreunden wie Hartmut Bartel (Tanne) und Bürgermeisterin Inge Winkel (parteilos, Sorge) bekamen sie sofort Unterstützung.

32 Wanderschilder arbeitete Genten auf und setzte mit den Harzklublern und Helfern 25 Pfosten für Hinweisschilder. Die Arbeitsförderungsgesellschaft Harz unterstützt das im Februar 2014 begonnene Projekt, Ortschefin Winkel dankt allen Beteiligten herzlich.

Vier weitere Tafeln folgen 2016

An den drei wichtigsten Ausgangspunkten für Wanderungen, an den Parkplätze am Wendehammer und am Hotel „Sonnenhof“ sowie am Bahnhof, können Gäste nun auf die neuen vier Rundwege starten.

Die neuen Schilder leiten die Gäste auf den richtigen Weg, geben ihnen alle nötigen Informationen an die Hand. „Ursprünglich hat es nur einen Rundweg gegeben, daraus sind nun vier verschiedene Rundwege geworden, da findet jeder einen“, erläutert Genten. Und das Beste daran: Das neue Wegesystem ist ausbaufähig.

Vier weitere Tafeln zur Historie Sorges sollen das Infosystem ergänzen. Ab 2016. Daran wird derzeit schon gearbeitet.