Wernigerode/Ilsenburg l Die Pegel der Harzflüsse sind am Wochenende gestiegen. Grund sind die anhaltenden Regenschauer, die für die erste Hochwassergefahr in diesem Winter in der Harzregion sorgen.

Über Nacht 30 Zentimeter

Im Raum Ilsenburg hat der Regen in der Nacht zum Sonntag das Wasser in der Ilse rasch steigen lassen, etwa um 30 Zentimeter kletterte der Pegel. In einigen Straßen hatten sich bis zum Morgen riesige Pfützen gebildet. Straßensperrungen waren allerdings nicht nötig. Nach Informationen der Ilsenburger Feuerwehr und des Bereitschaftsdienstes der Stadtverwaltung mussten keine Einsätze wie Leerpumpen von Kellerräumen erfolgen. „Wir behalten die Lage aber weiter unter Beobachtung“, sagte Henri Fischer, Diensthabender des Wochenendes und Leiter des Ordnungsamtes auf Volksstimme-Nachfrage. Dittmar Kalo von der Ilsenburger Feuerwehr teilte mit: „Wir mussten nicht ausrücken und konnten so den zweiten Advent genießen.“

Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) mitteilte, wurde am Sonntag am Ilse-Pegel in Ilsenburg der Richtwert der Alarmstufe I (151 mm) überschritten. Da es sich abzeichnete, dass die Tendenz steigend bleibt, wurde die Alarmstufe 1 für die Ilse ausgerufen.

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Tendenz weiter steigend

In Schierke rauschte die Bode tosend durch das Flussbett, trat aber nicht über die Ufer. Die Pegel in Tanne (Warme Bode) und in Elend (Kalte Bode) und auch der Selke erreichten die alarmierenden Richtwerte am Sonntag noch nicht. Gleiches galt für den Oberlauf der Holtemme am Pegel Steinere Renne. Die gestiegene Wassermenge könnte jedoch die Hochwasserschutzarbeiten in der Holtemme in Wernigerode im Bereich der Hochschule Harz erschweren.

Der LHW geht davon aus, dass die Schauertätigkeit anhält und somit die Pegel im Harz weiter steigen könnten, wenn auch nur leicht.