Schierke/Wernigerode l Sollte es im Winter 2020/21 in Schierke mal wieder richtig schneien, hat die Stadt Wernigerode ein Problem. Der in Schierke ansässige Dienstleister, der bislang für schneefreie Straßen in Wernigerodes höchstgelegenem Ortsteil sorgte, hat fristgemäß gekündigt. „Wir haben versucht, eine andere Firma zu finden“, so Torsten Friedrich, der als Chef des städtischen Bauhofs auch für den Winterdienst zuständig ist, im Finanzausschuss. „Aber das ist schwierig.“

Hinzu komme, dass auch das letzte Unternehmen in der Kernstadt abgesprungen sei. Die positive Nachricht: „Wir kriegen es organisatorisch hin, mit dem vorhandenen Personal den Winterdienst in Schierke abzusichern.“ Aber: „Wir sind gezwungen, in Technik zu investieren.“ Das sei „da oben zwingend“ notwendig.

Unimog kostet Wernigerode 84.100 Euro

Laut Friedrich sei der Schierker Dienstleister bereit, seinen gebrauchten Unimog U300 Allrad mit Schneeräumschild und Feuchtsalzstreuer der Stadt für 84.100 Eurozu verkaufen. Eine Besichtigung der Technik habe bereits stattgefunden. Wie es in der Vorlage der Stadtverwaltung dazu heißt, habe der Unimog hat eine Laufleistung von 5000 Kilometern. Nach Recherchen auf Internetplattformen sei dies für die Stadt Wernigerode ein wirtschaftlich attraktives Angebot, ist man sich im Rathaus einig. Denn: „Der Neukauf von Technik dieser Art wäre aufgrund der fortgeschrittenen Zeit im Jahr 2020 nicht zu bewerkstelligen.“

Wie Torsten Friedrich in der Sitzung weiter anmerkte, sei der Unimog bislang nur im Winter gelaufen. Der Bauhof könne die Technik auch im Sommer nutzen. Die Mitglieder des Finanzausschusses haben bereits grünes Licht für die außerplanmäßige Ausgabe gegeben. Das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. September.