Wernigerode l The show must go on – das ist das heimliche Motto des fünften Bandfever-Spektakels gewesen. Der Kik-Saal war mit etwa 500 Zuschauern rappelvoll, Rocksical-Erfinder Wolfgang Menger verletzt. Der Sänger und Gitarrist war in der Nacht vor dem Auftritt schwer gestürzt, hatte Blessuren im Gesicht und an der linken Hand davon getragen. Eine Absage kam für Menger aber nicht in Frage. Mit Eisbeutel auf den Fingern und Schmerzmitteln „bis zu den Haarwurzeln“ enterte er die Bühne – die Show muss eben weiter gehen.

Und das tat sie. Die Bandfever-Crew hatte für die fünfte Auflage des Rocksicals einiges aufgeboten: 50 Jahre Rockmusic mit den Hits der Beatles, Janis Joplin, Joe Cocker, Tina Turner und vielen anderen und zeitgleich eine Reise zurück in die Wernigeröder Bandgeschichte der 1960er und 70er Jahre. Mit dabei Musiker von damals und von heute – darunter Kai-Uwe Scheffler, Holger Fries, Peter Meyer, Christian Braulke, Marco Bartels, Karo Blasek, Annika Stock und dazu Smokie-Urgestein und Neu-Wernigeröder Ron Kelly. Umjubelt war wieder der Auftritt der Schulkinder, diesmal die Mädchen und Jungen der Francke-Grundschule, die mit „Another Brick in the Wall“ nicht nur die Mauer zum Beben, sondern auch den Saal zum Kochen brachten.

Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Begeisterung für Rock‘n‘Roll hochgradig ansteckend ist. Was bleibt, ist die Vorfreude auf das sechste Bandfever, das Menger zwischendurch ankündigte. Die Fieberkurve steigt also weiter.

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