Wittenberg/Wernigerode l Eine bittere Stunde erlebte am Wochenende SPD-Landtagsabgeordneter Ronald Brachmann auf dem Nominierungsparteitag der Sozialdemokraten für die Landtagwahl in Wittenberg.

Der SPD-Politiker im Wahlkreis Blankenburg, Nordharz und Osterwieck war vom SPD-Landesvorstand für den relativ sicheren Listenplatz 16 vorgeschlagen worden. Doch Norbert Born aus Eisleben trat zu einer Kampfkandidatur an – und siegte deutlich mit 72 gegen 28 Stimmen. Brachmann verzichtete seinerseits auf weitere Kandidaturen und steht jetzt ohne Listenplatz da. Er kann nur noch in den Landtag einziehen, wenn er seinen Wahlkreis direkt gewinnt.

Ohne Listenabsicherung ist auch Wernigerodes SPD-Landtagskandidat Tobias Kascha. Er konnte sich zwar auf dem eher aussichtslosen Platz 30 durchsetzen, verlor zuvor aber eine Kandidatur um den Platz 23. Bei der Landtagswahl 2011 zog die SPD-Liste bis Platz 26

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Jörg Felgner sicher

Die Harzer SPD wird nach der Landtagswahl im März 2016 aber auf jeden Fall mit zwei Abgeordneten aus dem Harz vertreten sein. Finanz-Staatssekretär Jörg Felgner wurde auf den sicheren Platz vier der Landesliste gewählt. Der Staatssekretär im Finanzministerium konnte dabei mit 94 von 100 Stimmen das zweitbeste Ergebnis der 42 Kandidaten einfahren – direkt hinter Spitzenkandidatin Katrin Budde. In der Landespolitik geht man zudem davon aus, dass Budde zum Wahlkampfauftakt im Januar Felgner auch in ihr Kompetenzteam berufen wird. Auch Arbeitsmarktexperte Andreas Steppuhn (Wahlkreis Quedlinburg) ist eine weitere Wahlperiode sicher. Er errang am Sonnabend den sechsten Listenplatz.