Wernigerode l Sie wird nicht wieder zu erkennen sein – die Wernigeröder Francke-Grundschule. Knapp elf Millionen Euro will die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) in den Neubau investieren. Und die ersten Entwürfe, die GWW-Chef Christian Zeigermann vorlegt, machen neugierig. Ein Gründach, eine Lernterrasse mit Namen „Brockenblick“, eine Aula als Zentrum der Schule, dazu zehn Klassenräume und sechs Fachkabinette. Und wenn alles nach Plan läuft, soll der Unterricht nach den Sommerferien 2022 im neuen Schulgebäude anlaufen.

Gute Aussichten für die Mädchen und Jungen sowie die Mitarbeiter der Franckeschule. Denn am alten Schulhaus nagt der Zahn der Zeit. Das Gebäude wurde 1978 als Polytechnische Oberschule vom Typ „Erfurt“ erbaut. Fenster und Dämmung sind verschlissen. Der Speiseraum ist zu klein. Es mangelt an Barrierefreiheit und an Schallschutz. Und auch von außen bietet die Grundschule keinen schönen Anblick. Deshalb gibt es schon lange Bemühungen, das Haus zu modernisieren. Diese sind in der Vergangenheit aber alle im Sande verlaufen.

Fahrt aufgenommen haben die Planungen wieder, als die Idee aufkam, Schule und Grundstück an die GWW zu verkaufen. Als Bauherr könnte das städtische Unternehmen die Schule sanieren beziehungsweise neu bauen lassen und später an die Stadt vermieten, so die Überlegungen im Wernigeröder Rathaus. Im Februar 2020 gaben die Stadträte grünes Licht für den Verkauf und Neubau. Das Thema Sanierung war inzwischen verworfen worden.

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