Freiwillige Helfer der Harzer Tafel freuen sich, Bedürftigen durch ihren Einsatz helfen zu können

Obst, Gemüse und ein nettes Lächeln

Von Andreas Bürkner

Jeden zweiten Donnerstag verteilen Freiwillige für die Harzer Tafel in Blankenburg Lebensmittel an Bedürftige. Oft selbst kaum besser gestellt als ihre Kunden, sind sie froh, anderen Hilfe zum Lebensunterhalt leisten helfen zu können.

Blankenburg l Jeden zweiten Donnerstag stoppen die Transporter der Harzer Tafel, ein Bereich der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Quedlinburg, am ehemaligen Klubhaus der Harzer Werke. Ab 11 Uhr geben die freiwilligen Helfer Lebensmittel an Bedürftige aus. Hektisch wird es schon gegen halb zehn. Der Transporter steht vor der Tür, um die zuvor an Kaufhallen und anderen Stellen eingesammelten Dinge anzuliefern. "Dadurch ist das Abgebot auch jedes Mal etwas anders", weiß Cornelia Luth, die die Gruppe leitet.

Während sich Gert Behrens, schon seit zehn Jahren dabei, um Obst und Gemüse kümmert, sortiert Marina Bräuniger Brot, Brötchen und Kuchen. "Alles will gerecht verteilt werden", weiß sie.

Unterdessen sortiert Monika Brandt die Süßigkeiten, Heiderose Zerling Wurst und Konserven. Die Sache ist an diesem Donnerstag noch anstrengender, weil mit Ursula Striegel wegen Urlaubs die Dienstälteste fehlt.

Cornelia Luth verwöhnt die Wartenden, meist ALG-II-Empfänger, inzwischen mit Kaffee, aber nur gegen eine Spende. "Wir sammeln für ein neues Auto", begründet sie. Später sind sie zu zweit oder dritt an der kostenfreien Ladentheke. "Erst wann alles verteilt ist, machen wir Schluss", sagen die Helfer. Obwohl teils selbst bedürftig, eint sie ein Gedanke: "Wir sind so froh, zum Lebensunterhalt anderer beitragen zu können."