Ilsenburg/Blankenburg l Unterschiedlicher als in diesem Jahr könnten sich die Harzer Rennrodel-Asse nicht auf die neue Saison vorbereiten. Die Blankenburgerin Tatjana Hüfner geht auf ihre wahrscheinlich letzte Saison im Leistungssport zu. Sie, die in ihrer beeindruckenden Karriere alles gewonnen hat, was man im Rennschlittensport gewinnen kann, arbeitet auf die Heim-WM in Winterberg als letzten großen Höhepunkt hin.

Ähnlich sieht es Julia Taubitz, die Mitglied im BRC Ilsenburg ist. Auch für sie ist die WM der Saisonhöhepunkt, allerdings hofft die deutsche Nachwuchsathletin vor allem darauf, ihren bereits vor zwei Jahren errungen Junioren-WM-Titel zu wiederholen. Daneben will sie sich vor allem in den Weltcup-Rennen der „Großen“ stabilisieren und schielt auf den einen oder anderen Treppchenplatz – vielleicht sogar ihren ersten Weltcup-Erfolg.

Ganz anders dagegen sieht die Saisonvorbereitung für Doppelsitzer-Weltmeister Toni Eggert aus. Der Ilsenburger schuftet gegenwärtig wohl so schwer wie keiner der anderen Spitzenfahrer. Eggert kämpft aber nicht in der Eisrinne, sondern in der Reha-Einrichtung von Klaus Eder – dem langjährigen Chef-Physio der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Eggert bei Sturz schwer verletzt

Eggert und sein Doppelsitzer-Teamgefährte Sascha Benecken begannen ihre Saisonvorbereitung ebenfalls ganz normal. Doch im Oktober stürzten beide im Training und Toni Eggert verletzte sich schwer. Eine offene Fraktur am Bein war alles andere als ideal für die „heiße Phase“ der Vorbereitung.

Und so ackert Eggert nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bei Klaus Eder. Auf der Facebook-Präsentation des Teams Eggert/Benecken ist ein TV-Beitrag über die Arbeit mit Klaus Eder zu sehen.

Der Auftakt in die Weltcupsaison wird am nächsten Wochenende in Innsbruck/Igls vollzogen. Ob Toni Eggert dann schon dabei ist, wird mit Spannung erwartet.