Wernigerode l Echte Vollblutmusiker können eben nicht lassen vom Rock‘nRoll. Im Dezember hatte „Bandfever“-Erfinder Wolfgang Menger den „Final Countdown“ eingeläutet. „Viel zu früh“, sagt er jetzt. „Wir machen weiter, und wir freuen uns wie Bolle.“

Der Termin für die fünfte Auflage von „Bandfever“ steht fest. Am 9. Mai greifen Menger und andere Musikverrückte aus dem Harz wieder in die Saiten und wollen rocken, was das Zeug hält. „Keiner von uns hatte mit dem großen Erfolg gerechnet“, sagt Wolfgang Menger. Jeder Auftritt sei wie ein „großes Klassentreffen“ – für die Musiker selbst und für die Zuschauer.

Fans aus ganz Deutschland

„Die Fans reisen aus ganz Deutschland an. Das Ganze hat inzwischen ein Eigenleben entwickelt“, so Menger. „Und wir haben jetzt eingesehen, dass wir nicht ohne ‚Bandfever‘ können.“

Die Idee hinter dem Rocksical: eine musikalische Zeitreise in das Wernigerode der 1960er und 70er Jahre, als die Jugendlichen von damals die Rockmusik für sich entdeckten, sich anstecken ließen vom „Fieber“ der Beatles und der Stones und eigene Bands gründeten, um ihren Idolen nachzueifern.

Menger spielte bis 1980 bei Zweiplus

Wolfgang Menger gehörte zur Bandszene von einst. Er spielte unter anderem bei Metronom, den Assistenten, Nautics – und natürlich Zweiplus. 1980 war dann Schluss. „Ich habe 30 Jahre keine Musik gemacht“, blickt er zurück. Die Familie rückte in den Vordergrund. Bis sich die Musik vor einigen Jahren mit aller Macht zurück in sein Leben katapultierte. „Ich habe ‚Altes Fieber‘ von den Toten Hosen gehört. Da war der Funke wieder da.“ Menger suchte den „Kram“ von früher heraus. Die Fotos und Zeitungsausschnitte waren längst vergilbt – die Erinnerungen in seinem Herzen aber noch wach.

„Sollte das alles schon vorbei sein?“, fragte er sich damals. „Nein.“ „Bandfever“ war geboren – und soll sich, wenn es nach Wolfgang Menger geht, nun zu einem Dauerbrenner entwickeln.

„Final Countdown? Niemals!“ – unter diesem Motto steht die fünfte Auflage, die am 9. Mai um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) im KiK-Saal steigt. „Das Thema bleibt gleich: 50 Jahre Rockmusik. Das kann man nicht neu erfinden.“ Von Woodstock über die Eagles bis zu AC/DC reicht der musikalische Bogen, der an diesem Abend gespannt wird. Mit dabei sind neben Wolfgang Menger Harzer Musikgrößen wie Kai-Uwe Scheffler, Karo Blasek, Annika Stock, das Projekt Lichtzeit, Pepe Brüll, Marco Bartels und Holger Fries, die Hits wie „With a little help from my friends“, „Proud Mary“, „Heart of gold“ und „Nights in white satin“ singen und spielen werden.

Verstärkung liefern der Chor der Francke-Schule und die Tänzerinnen der Mountain Ghosts. Autor Dankmar Isleib sowie Christian Braulke, beides Urgesteine der Wernigeröder Musikszene, werden Anekdoten zum Besten geben. Auf Wunsch der Fans ist „Das Kulturbüro der Partei“ wieder mit von der Partie. Ergänzt wird die Show mit Filmeinspielern.

Der Ticket-Vorverkauf ist bereits gestartet. Karten gibt es bei Eventim und in der Wernigeröder Touristinfo.