Aktionstag zur "Woche der Mobilität"

Roller, Fahrräder und Segways erobern die ganze Breite Straße

Von Sandra Reulecke

Die untere Breite Straße verwandelte sich am Sonnabend in eine belebte Fußgängerzone. Zwischen der Einmündung zur Ringstraße bis zur Stadtecke gab es einiges zu bestaunen und auszuprobieren, Kinder konnten nach Herzenslust spielen und malen, Musik sorgte für gute Stimmung.

Wernigerode. "Wernigerode ist eine lebens- und liebenswerte Stadt", mit diesen Worten eröffnete der Verkehrsminister Thomas Webel den Wernigeröder Aktionstag zur Europäischen Mobilitätswoche. Die bunte Stadt am Harz bringe sich seit Jahren mit eigenen Aktionen ein. "Wir reihen uns damit ein in Städte wie Madrid, Helsinki, London und Rom", so Peter Lehmann, der den jüngsten Aktionstag federführend organisierte. In Sachsen-Anhalt ist Wernigerode übrigens die einzige Stadt, die sich an der Europäischen Mobilitätswoche beteiligt. Mehr als 30 Initiativen folgten dem Aufruf Lehmanns, in der sonst so stark befahrenen unteren Breiten Straße einen "Lebensraum" zu schaffen.

Wer von der Ecke Ringstraße in Richtung Stadtecke ging, konnte zunächst die Elektroautos der Stadtwerke Wernigerode und der Hochschuldozentin Dr. Ute Urban bewundern, sich über deren Reichweite und Anschaffungskosten informieren oder einfach testen, wie es sich anfühlt, in einem E-Mobil zu sitzen. Wer nach etwas mehr Abenteuer suchte, durfte mit sogenannten Segways einen kleinen Parcours befahren. Die einachsigen Elektroroller, die durch Verlagerung des Körpergewichts beschleunigt und wieder abgebremst werden, stießen auf großes Interesse. Jeder, der mindestens einen Mofa-Führerschein besitzt, kann mit etwas Übung mit ihnen fahren. "Die Resonanz war super" berichtete Stefan Berke. Er und sein Bruder Maik bieten sogar geführte Segway-Touren zum Brocken an.

Die Stadtverwaltung nutzte den Aktionstag, um mit Einwohnern ins Gespräch zu kommen. So war ihre Meinung gefragt, ob die Breite Straße dauerhaft zur verkehrsberuhigten Zone werden soll. Die meisten Stimmen waren dafür, allerdings mit der Sorge behaftet, dass dann auch Radfahren verboten sei.Übrigens