Wernigerode/Reddeber l Nicht kleckern, sondern klotzen. Das ist derzeit die Devise auf dem Gelände der neugegründeten Stiftung Rockhaus in Reddeber. Dort sind vor wenigen Tagen die Bagger angerollt. In dieser Woche haben Wolfgang Menger und seine Mitstreiter den ersten Spatenstich für das neue Domizil der Stiftung gesetzt.

„Wernigerode ist eine Stadt der Musik mit großem Potenzial an Kunst und Kultur“, so Stiftungschef Menger in seiner Rede. Bereits mit dem Rocksical „Bandfever“ habe er seinen Beitrag dazu leisten wollen. Der große Erfolg habe ihn überrascht und inspiriert. Das Projekt wuchs und wuchs. Ein Rock-Club sowie die Gründung eines Vereins und einer gemeinnützigen GmbH folgten. Die Stiftung sei ein nun ein weiterer Schritt.

Udo Lindenberg als Vorbild

„Ich fand es schon immer bemerkenswert, wie sich Rockmusiker in Stiftungen engagieren“, so der Wernigeröder Unternehmer und Musiker. Beispielsweise Udo Lindenberg habe mit seiner Stiftung Harzer Kinder begeistert. Auch das Engagement von Schauspieler Heinz Hoenig in Blankenburg habe ihn angespornt. „Wir haben oft in glückliche Kinderaugen sehen können, wenn sie mit uns auf der großen Bühne standen.“ Dieses Gefühl wolle er auch weiter haben. „Denn es gibt wenig Schöneres als strahlende Kinderaugen.“

Bilder

Bereits Ende des Jahres soll das Stiftungshaus eingeweiht werden, auf der Wiese gleich neben dem Rock-Club. Das Haus sei ein ehemaliges Musterhaus, das früher in Wien stand und das die Stiftung Rockhaus gekauft habe, erläuterte Menger. Das Gebäude soll bereits Ende des Jahres eingeweiht werden. Geplant sind dort laut Wolfgang Menger Wohnzimmerkonzerte am Kamin, kulinarische Sofakonzerte, das Projekt Kinderrockband, der geplante Award „Rampensau“ und vieles mehr.

Ideenwerkstatt

Zudem soll das Vereinshaus Heimat für eine Ideenwerkstatt werden – mit Themen wie: Wie schreibe ich einen Song?, Wie gründe ich eine Band? Was machen ich mit meinen musikalischen Ideen?

Die Stiftung um Wolfgang Menger kann dabei auf viele Partner zählen, zu denen nun auch die Hochschule Harz zählt. „Die zugesagte Unterstützung verspricht durch die dort vorhandene Fachkompetenz gegenseitige Synergieeffekte.“ Mit dem Rock-Club gebe es einen Ort für laute Musik und mit dem Stiftungshaus bald einen Ort für „klein, aber fein“. „50 Meter auseinander. Das verspricht Freude zu machen.“