Wernigerode l Ein umgestürzter Baum hat am Dienstagnachmittag an der Friedrichstraße in Wernigerode für Aufregung gesorgt. Einer von drei Stämmen eines Ahornbaums, der auf dem Gelände der früheren Landratsvilla stand, krachte bei stürmischem Wind quer über die Fahrbahn und zerstörte auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Laterne. Das nur wenige Meter entfernte Wohnhaus blieb unbeschädigt.

Laut Einsatzleitung wurde die Feuerwehr um 14.09 Uhr alarmiert. Acht Kameraden der freiwilligen Feuerwehr, vier Kollegen der hauptberuflichen Wachbereitschaft und zwölf Mitarbeiter des städtischen Bauhofs waren im Einsatz, um die verbliebenen Stämme des Baumes zu sichern, zu fällen und zu beseitigen. Mit der Drehleiter fuhren die Brandschützer auf Höhe der Baumkrone, um Äste und Stämme Stück für Stück von oben abzutragen. Bis 18.30 Uhr dauerte der Einsatz. Die Straße wurde derweil gesperrt, der Verkehr umgeleitet.

Gefahrenpotenzial

Der Bauhof kümmert sich um die Entsorgung des Holzes. Der alte Ahornbaum sei auch deshalb gefallen, weil er von innen verfault war, berichtet Torsten Friedrich, Leiter des städtischen Bauhofs. Zwar befindet sich der Baum auf einem Privatgrundstück, doch schnelles Handeln war geboten: „Hier war eindeutig Gefahr im Verzug.“ Ein weiterer, offenbar maroder Baum auf dem Gelände soll auf Empfehlung des Gartenamtes ebenfalls gefällt werden.

Nach dem Eisfasching wurde die Schierker Feuerstein-Arena am Dienstagnachmittag wegen Sturm gesperrt, teilt Rathaussprecher Tobias Kascha mit. Es werde von Tag zu Tag nach Wetterlage über eine Öffnung entschieden. Ebenso verfährt das Schloss Wernigerode, das am Dienstag ebenfalls geschlossen war, so Kustodin Katrin Dziekan.