Schierke l Das „Heine“ heißt jetzt „Das Schierke“. Am Dienstag ist das Geheimnis um den neuen Namen des Feriendorfes, das auf dem Gelände des Hotels „Heinrich Heine“ entsteht, gelüftet worden.

„Sie müssen das erst mal ein bisschen sacken lassen“, empfahl Frank Wodsack den Anwesenden. Er habe „ein wenig Angst“ gehabt, den Schierkern den neuen Namen vorzustellen, verriet der Chef der Investorengruppe. Warum? Das einstige Hotel war ortsprägend. In den Glanzjahren der Luxusherberge gingen dort viele Schierker ein und aus – um zu arbeiten, zu speisen oder zu feiern. Die Schierker hingen an dem Hotel – taten dies noch, als das Haus in den letzten Jahren ein trauriges Dasein als Ruine fristete.

Neustart mit neuem Namen

„Wir wollen einen Neustart und einen neuen Namen“, erläuterte Marketingexpertin Julia Hennies. Der Name „Heinrich Heine“ habe für die touristische Ausrichtung des Feriendorfes keinen Mehrwert. „Wegen ‚Heine‘ kommt kein Urlauber aus Kiel in den Harz. Uns war wichtig, den Ort Schierke mit auf die Reise – und mit in den Namen zu nehmen.“ „Das Schierke“ mit dem Zusatz „Harzresort am Brocken“ stehe für Selbstbewusstsein und Präsenz, so Julia Hennies. Durch den gemeinsamen Namen werde zugleich versucht, die Identifikation mit dem Ort sowie dessen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Auch wenn nach dem Abriss des früheren Hotels im Jahr 2016 nun auch dessen Name begraben ist – die Erinnerung an das „Heine“ werde in dem Feriendorf bewahrt, versprach Frank Wodsack. Im Resort sollen Bilder, Tafeln und Bücher über das Haus aushängen und ausliegen, so dass sich die Gäste über die Geschichte des Hotels informieren können.

Investoren wollen Schierke zu neuem Glanz ver

Die Bauarbeiten schreiten indes voran. 14 Gebäude stehen bereits auf dem 23.000 Quadratmeter großen Areal. Zur Einweihung Ende 2017 sollen es 36 Ferienhäuser mit knapp 200 Betten sein. Auch ein Imbiss und ein Kinderspielplatz sind auf dem Gelände vorgesehen. Die Investoren erhoffen sich, mit dem 14-Millionen-Euro-Projekt ein „Mosaikstein zu sein, um Schierke touristisch nach vorn zu bringen und dem Ort zu neuem Glanz zu verhelfen“, so Wodsack. Ziel sei es, die Verweildauer der Touristen im Harz zu steigern. „Es wäre doch schön, wenn Familien eine ganze Woche hier verbringen“, so der Investor. Deshalb setze er auf die Verzahnung mit neuen Attraktionen wie der Feuerstein-Arena und dem geplanten Ganzjahres-Erlebnisnisgebiet am Winterberg.