Wernigerode l Erfolgssaison für Bürgerpark und „Kleinen Harz“: Etwa 110.000 Besucher sind in den vergangenen sieben Monaten auf dem Gelände zwischen Dornbergsweg und Zaunwiese gezählt worden. „Das sind fast fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor“, freut sich Andreas Meling nach Abschluss der Saison. Auch die Nachfrage nach Dauerkarten sei gestiegen. Insgesamt 948 Stück wurden verkauft – 20 Prozent mehr als in 2017. „Wir vermuten, dass der kombinierte Eintritt zur Landesgartenschau in Burg gezogen hat.“

Für Meling, der den Park seit 2018 leitet, eine mehr als zufriedenstellende Bilanz. Das Besucherplus sei wegen der extremen Hitze nicht zu erwarten gewesen. „Andere Anlagen wie der Wörlitzer Park oder auch die Laga hatten mit Besuchereinbrüchen zu kämpfen.“

Die Saison sei ungestört verlaufen. „Wir mussten keinen einzigen Tag witterungsbedingt schließen – anders als im Jahr zuvor während der Juli-Flut.“ Dadurch konnten fast alle der 37 Veranstaltungen bei bestem Wetter stattfinden. Lediglich der Gesundheitstag sei verregnet gewesen, aber dennoch auf Interesse gestoßen. „Die Veranstaltungen wurden allesamt gut angenommen.“ Darunter kleinere wie das Literatur-Café, aber auch Großveranstaltungen wie das Harz Open Air.

Weniger Rasenmähen durch Trockenheit

Auch gärtnerisch sei es ein gutes Jahr gewesen – trotz der großen Hitze. Durch „kluge Bewässerung“ sei es gelungen, die Blumenbeete in einem guten Zustand zu halten, so Meling. „Wir haben uns auf die Beete, Bäume und Themengärten fokussiert und die Rasenflächen vernachlässigt. So sind wir gut über die heiße Saison gekommen.“ Natürlich sei mehr Wasser verbraucht worden. „Aber dafür mussten wir den Rasen nicht so oft mähen.“

Der Rasen hat sich längst wieder erholt, Bürgerpark und Miniaturenpark selbst werden auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Die Tiergehege sind verlassen. Esel, Hängebauchschwein, Ponys, Ziegen und Co. haben in dieser Woche ihr Winterquartier bei Tierpfleger Gisbert Bürger bezogen. Die kleineren Minihäuser des „Kleinen Harzes“ werden mit Gabelstaplern und Hebebühne in den „Schafstall“ transportiert. Die größeren Modelle sind mit Planen vor der Kälte und Schnee geschützt. In den folgenden Monaten werden die Miniaturen Harzer Sehenswürdigkeiten ausgebessert und für die nächste Saison wieder auf Vordermann gebracht.

Großes Schloss wird klein

Der „Kleine Harz“ feiert 2019 übrigens zehnten Geburtstag – und das mit einem neuen Modell: das Große Schloss Blankenburg. „Und es wird sogar noch schöner als das Original“, sagt Andreas Meling. „Es ist nämlich quasi fertig saniert.“

Und die Besucher der Parkanlage erwartet noch viel mehr Neues. Beispielsweise ein neugestalteter Hortensiengarten mit zwei Pavillons und ein Thementag zur Biene, für den noch Partner gesucht werden. Ein Ziel für 2019 ist laut Meling, den Fokus noch stärker auf Familien mit Kindern zu setzen. Deshalb sind neben den zwei großen traditionellen Kinderfesten eine extra auf jüngere Besucher zugeschnittene Ausgabe des Literatur-Café und die Feier des Weltkindertages geplant.

Und ein weiteres Projekt steht in den Startlöchern, vorausgesetzt es fließt Fördergeld. „Wir wollen einen großen barrierefreien Wasserspielplatz bauen“, verrät der Parkchef, der damit einen neuen Besucheranreiz schaffen will. Der Förderantrag für das Leader-Programm ist gestellt, die Parkmitarbeiter warten nun auf die Zusage.