Rübeland l Die Situation an den Rübeländer Tropfsteinhöhlen sorgt für Unmut. Das Problem: Im Zuge der Corona-Krise öffnet der Tourismusbetrieb der Oberharz-Stadt nur die Hermannshöhle, gleichzeitig bleiben die dortigen WCs zu. Besucher können nur die Toiletten an der Baumannshöhle nutzen. Wie ein Anwohner entrüstet berichtet, würden viele Gäste stattdessen aber neben dem WC-Haus in die Natur urinieren.

Nach einer Volksstimme-Anfrage reagiert der Tourismusbetrieb, hat am Donnerstag, 30. Juli, den Bereich gesperrt, weitere Hinweisschilder angebracht. Über die etwas unglückliche Situation informiert der Betrieb zudem per Aushang an der Höhle als auch an den Besucherparkplätzen. Aber auch Gästen, die die Hinweise übersehen, sei der 300 Meter lange Fußweg zurück zuzumuten, meint Thomas Schult.

„Wir haben keine andere Möglichkeit, weil wir in unserem Hygienekonzept ausschließlich die Öffnung der Toiletten an der Baumannshöhle vorgesehen haben“, erklärt der der Betriebsleiter. Denn die WCs an der Hermannshöhle hätten nur einen zentralen Zugang, die Gäste würden sich auf dem Gang begegnen, der Mindestabstand könnte nicht eingehalten werden, so Schult.

Einzelkabinen an der Baumannshöhle

„Die Toiletten an der Baumannshöhle sind von Außen zugängliche Einzelkabinen. Hier haben wir zudem Desinfektionsspender angebracht“, sagt er. Die zwei Damen- und zwei Herren-WCs seien zudem ausreichend. „Zwischen 11 und 14 Uhr gibt es eine Stoßzeit, dann warten schon mal vier, fünf Leute davor. Aber sonst ist dort keine Schlange.“

Die Einhaltung der Hygienevorschriften ist laut Schult für den Eigenbetrieb unabdingbar, um die Höhle weiterhin öffnen zu dürfen. „Wir haben acht Leute im Einsatz, die auf die Einhaltung achten“, erklärt er. Derzeit ist die Erkundung der Grotte auf eigene Faust möglich. Daher werde vom Personal kontrolliert, dass Mindestabstände in der Höhle eingehalten werden. Ein Hygienebeauftragter informiere zudem die Gäste vor dem Eintritt über die Vorschriften.