Wernigerode l Mitten auf der Nöschenröder Straße in Wernigerode fängt am Donnerstag gegen 14 Uhr ein Linienbus plötzlich an zu brennen. Dank des beherzten Eingreifens von Viktor Sauerwein wurde Schlimmeres verhindert. „Die fünf Insassen konnten rechtzeitig den Bus verlassen, so dass niemand verletzt wurde“, sagt erleichtert der Berufskraftfahrer. Er ist bei den Harzer Verkehrsbetriebe (HVB) beschäftigt und habe die Flammen im Rückspiegel bemerkt. „Daraufhin habe ich sofort angehalten und die Fahrgäste aus dem Bus geschickt“, berichtet Viktor Sauerwein weiter. Blitzschnell habe er dann zum Feuerlöscher gegriffen und begann selbst mit den Löscharbeiten.

Der Stadtbus der Linie 2 kam vom Voigtstieg und war in Richtung Stadt unterwegs. Kurz vor der Ausfahrt Tiergartenstraße drangen schwarze Rauchwolken aus dem Motorraum heraus. Das bemerkte ein HVB-Kollege, der hinter dem qualmenden Fahrzeug fuhr. Auch er stoppte seinen Bus sofort und half, so dass mit vereinten Kräften der Motorbrand gelöscht werden konnte.

Technischer Defekt als Ursache

Die wenig später eingetroffene Feuerwehr brauchte zum Löschen nicht mehr eingreifen. „Wir stellen mit der Wärmebildkamera lediglich sicher, dass sich kein Feuer mehr im Motorraum befindet“, so Einsatzleiter Matthias Treuthardt gegenüber der Volksstimme. Zehn Einsatzkräfte der Feuerwehr Wernigerode und der Wachbereitschaft wurden zum Einsatz gerufen.

HVB-Mitarbeiter Dirk Blume vermutet einen technischen Defekt als Ursache des Brandes. „Durch einen undichten Turbolader ist Öl ausgetreten und hat sich auf dem heißen Motor entzündet“, so der Werkstattleiter auf Nachfrage. Er sei froh, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind.