Wernigerode l Wohin mit dem Auto, wenn man abends von der Arbeit kommt? Diese Frage bewegt viele Menschen im Stadtfeld. „Es ist wirklich schwierig, einen Parkplatz zu finden“, klagte ein Bewohner des Wernigeröder Wohngebiets. Er traue sich gar nicht, sein Auto vom Fleck zu bewegen. „Der Stellplatz ist sofort weg. Es ist eine Katastrophe.“

Uwe-Friedrich Albrecht kennt das Problem, hat den Mangel an Parkplätzen im Walther-Grosse-Ring selbst beobachtet. Als Quartiersmanager hatte er zusammen mit dem Internationalen Bund zum Stadtfeldtreff geladen, um mit den Bewohnern über ihre Sorgen und Nöte zu sprechen. In Sachen Parkplatznot brodelt es gewaltig. Die Situation habe sich in den letzten Jahren sogar verschärft, weil mehr Leute ein Auto besitzen, so Albrecht.

Hohe Nachfrage

Das Problem rühre aus DDR-Zeiten, erläuterte Stadtplaner Michael Zagrodnik. Damals, als das Wohngebiet gebaut wurde, sei der Parkschlüssel deutlich niedriger gewesen. „Wir bearbeiten dieses Thema, versuchen zu helfen“, so Zagrodnik. So seien in der Minslebener Straße einige neue Stellplätze geschaffen worden. „Leider nicht in der Masse, um die hohe Nachfrage befriedigen zu können“, so der Stadtplaner. Das gebe der Straßenraum nicht her. Die wenigen Freiflächen, die für einen Parkplatz in frage kommen würden, seien nicht im Besitz der Stadt.

Rita Ahrens, Chefin der Seniorenvertretung, regte an, dass in der Stadtverwaltung geprüft werde, wie die Besitzverhältnisse sind. „Wieso nicht mit Aldi oder E-Center verhandeln und schauen, was da möglich ist?“ Mit dem NP-Markt habe man vor Jahren doch auch eine Lösung gefunden.