Wernigerode l Gleich drei Einsätze in einer Nacht – der Nikolaustag endete für Wernigerodes Brandschützer alles andere als ruhig. Um 17.47 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Zeugen hatten Rauch zwischen dem Zwölfmorgental und der Harburg gemeldet. „Wir haben angenommen, dass es in der ehemaligen Ausflugsgaststätte brennt. Von unten sah es so aus“, berichtet Wernigerodes Vize-Stadtwehrleiter Marco Söchting. Jedoch war es nicht die Harburg, die brannte, sondern eine Bergkuppe im benachbarten Bollhasental. „Auf einer Fläche von 500 Quadratmeter stand der Wald in Flammen“, so Söchting.

Schwierigkeiten bereitete den Feuerwehrleuten die Anfahrt. Die Einsatzfahrzeuge mit der schweren Technik können die schmalen Waldwege nicht passieren und mussten über Küsters Kamp in Richtung Stieglitzeck fahren. „Die letzten 200 Meter mussten wir zu Fuß zurücklegen“, so Marco Söchting.

Kein Löschwasser vor Ort

Auch die Versorgung mit Löschwasser gestaltete sich schwierig. „Wir haben eine 800 Meter lange Wasserleitung vom Hydrant in der Harburgstraße bis zum Einsatzort gelegt.“ Die Löscharbeiten waren erst gegen 21.30 Uhr beendet. 41 Kameraden aus Wernigerode, Silstedt, Minsleben und Reddeber waren mit 14 Fahrzeugen beteiligt. Die Brandursache ist laut dem Vize-Stadtwehrleiter noch unbekannt. Wie Polizeisprecher Uwe Becker auf Nachfrage mitteilt, ist noch offen, ob die Polizei ein Ermittlungsverfahren einleitet.

Überschwemmung im Wohnhaus

In der Nacht um 1.51 Uhr dann der nächste Alarm. Die Feuerwehr wurde wegen eines Wasserrohrbruchs in der vierten Etage eines Wohnhauses in der Hilde-Coppi-Straße gerufen. Als die Brandschützer dort ankamen, war das Wasser bereits von den Stadtwerken abgestellt worden. Mit einem Nasssauger befreiten die Wehrleute die Wohnung vom Wasser.

Papiercontainer brennt

Um 3.33 Uhr wurde der nächste Feueralarm ausgelöst. Am Ortsausgang von Wernigerode in der Benzingeröder Chaussee stand ein Papiercontainer in Flammen. Das Feuer drohte sich ausbreiten. Den Kameraden gelang es schnell, den Brand zu löschen. Der letzte Einsatz dieser Nacht war gegen 4.25 Uhr beendet.