Bauarbeiten

Wie der Schildertausch an der Autobahn 36 rund um Blankenburg funktioniert

83 Schilder an den A-36-Anschlussstellen Heimburg, Blankenburg Ost und Mitte müssen von Gelb auf Blau umgestaltet werden. Das ist ein langer Prozess.

Von Holger Manigk
 An den Anschlussstellen Blankenburg Ost und Mitte hängen bereits die neuen blauen Abfahrtstafeln.
An den Anschlussstellen Blankenburg Ost und Mitte hängen bereits die neuen blauen Abfahrtstafeln. Foto: Holger Manigk

Blankenburg - Aufmerksame Autofahrer auf der A 36 im Harz werden es bereits bemerkt haben: An den Abfahrten Blankenburg Ost und Mitte sind die gelben Schilder bereits durch blaue ersetzt worden, Heimburg muss noch warten. Insgesamt müssen 83 Tafeln auf der Autobahn und im untergeordneten Netz rund um die drei Anschlussstellen ausgetauscht werden, antwortet ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes auf Volksstimme-Anfrage.

Auf dem Abschnitt der A 36 vom Autobahnkreuz Bernburg bis zur Landesgrenze Niedersachsen müssten 650 Schilder neu aufgestellt werden. „Davon ist circa ein Drittel fertig“, erläutert der Sprecher der Niederlassung in Halle. Der Baubeginn erfolgte im August 2020 unter der Federführung der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt. Anfang 2021 übernahm die Autobahn GmbH die Umrüstung. Diese soll nach aktueller Planung im Dezember abgeschlossen werden.

Die Herstellung jedes Schildes beziehungsweise jedes Schildstandortes erfolgt dabei in Etappen: Zunächst müsse die alte Tafel samt Tragwerk demontiert werden, dann folge – zumindest teilweise – der Abbruch der alten Fundamente. Anschließend wird eine Baugrube gebuddelt, in die ein Bewehrungskorb eingebaut wird. Nun kann die Grube mit Beton gefüllt werden. Dieser müsse laut des Autobahn-GmbH-Sprechers 21 Tage lang aushärten.

Einschränkungen auf Nebenstraßen an A 36

Dann erst könne der Boden angedeckt werden. Schließlich könnten die stählernen Streben aufgestellt und das Schild selbst angebracht werden. „Die Arbeiten erfolgen dabei meist parallel an mehreren Standorten, beispielsweise wenn Beton aushärten muss“, erläutert der Autobahn-GmbH-Sprecher weiter.

Um Staus gerade an den Großbaustellen der A 36 – wie zwischen dem Parkplatz Regensteinblick und Wernigerode verhindern, erfolgten die Arbeiten in Tagesbaustellen. Dazu werde auf der Nordharz-Autobahn der Stand- und Laststreifen stundenweise gesperrt.

Auf den untergeordneten Straßen sei punktuell mit Einschränkungen zu rechnen. Für die einzelnen Schritte der Umrüstung müsste auch auf diesen jeweils ein Fahrbahnstreifen gesperrt werden mit der entsprechenden Verkehrsführung über andere Streifen beziehungsweise den Gegenverkehr.