Wernigerode l Über 1000 Gäste sind bei strahlendem Sonnenschein durch das Christianental geschlendert. Das traditionell veranstaltete Wildparkfest versprach ein vielfältiges Angebot. „Die gute Stimmung und die Zahl der Besucher sprechen für den Erfolg der Veranstaltung“, sagt Wolfgang Siegl, Vorsitzender des Fördervereins Christianental.

Attraktion Frettchentreff

Die erste Attraktion bot der Frettchentreff Thale/Harz. Sechs Tiere aus dem Frettchentierheim wuselten durch das Außengehege. „Wichtig ist uns die Aufklärungsarbeit“, sagt Andreas Lochmann. „Die meisten legen sich ein Frettchen als Haustier zu, ohne sich über die Haltung der kleinen Marder zu informieren.“ Die Wohnung müsse frettchengerecht sein. Blumen austopfen, Gefahrenquellen beseitigen, einen großen Käfig besorgen und den Tieren Auslauf gewähren. „Wenn die Frettchen wach sind, wollen sie auch beschäftigt werden“, erklärt Andreas Lochmann. Vor einiger Zeit sei dies ein großes Problem gewesen, denn viele Tiere wurden schnell wieder abgegeben oder einfach ausgesetzt.

Auch die Jägerschaft Wernigerode informierte mit Material und Präparaten wie Hermelin, Frischling, Waschbär, Bussard. „Nicht viele kennen zum Beispiel den Unterschied zwischen einer männlichen und weiblichen Stockente, wenn das Federkleid gleich aussieht“, sagt Frank Lüddecke, Vize-Chef des Wildparks. „Merkmal dafür ist der Schnabel. Beim Erpel, der männlichen Ente, ist dieser gelb“, erklärt Lüddecke. „Leider wissen so etwas heutzutage viele Kinder nicht mehr, da sich die meisten nur noch für Video- und Computerspiele interessieren.“ Neben den Informationsangeboten freuten sich die jungen Gäste besonders über das Kinderschminken und die Kindereisenbahn. Auf der Hüpfburg und bei Spielen konnten sie sich richtig austoben.

Bilder

Beim Glücksrad durfte jeder Gast einmal drehen und gewinnen. Mitglieder des Fördervereins haben dafür Preise gesammelt.

„Die Angebote sind kostenlos. Damit möchten wir auch Familien, die finanziell schlechter aufgestellt sind, ermöglichen, überall teilhaben zu können“, sagt Wolfgang Siegl.