Hermsdorf l Feuerwehr ist heute nicht mehr das, was sie war, als sie vor mehr als 100 Jahren gegründet wurde. Da sind sich die Kameraden der Hermsdorfer Feuerwehr einig. Der technische Fortschritt geht auch an den Toren des Gerätehauses nicht vorbei. Fahrzeuge und Gerätschaften, die im Ernstfall zum Einsatz kommen, sind wahre Technikwunder. Und teilweise nicht leicht.

„Wir wollten den Besuchern auch die Gelegenheit geben, unsere Rettungstechnik, wie beispielsweise Schere und Spreizer, mal selbst in die Hand zu nehmen“, erklärte Ortswehrleiter André Liese einen Hintergrund des Tages der offenen Tore am Sonnabend. Zusammenfassend sagte er, dass die Mitglieder gern den Feuerwehralltag, der weit über die Momente, wenn die roten Autos mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatz fahren, hinaus geht, zeigen wollten. Bei Buletten, Kesselgulasch und Kuchen hätten die Besucher locker mit den Kameraden ins Gespräch kommen können.

Die Fahrzeuge waren in Reih‘ und Glied aufgestellt, hochgezogene Rollos ermöglichten einen Blick auf die umfangreiche Technik, die die Fahrzeuge an Bord haben. Jedes Teil wird gebraucht und muss für den Einsatz auch beherrscht werden. Um ihr Wissen rund um die Technik und die Abläufe bei verschiedenen Einsätzen immer auf dem aktuellen Stand zu halten, treffen sich die Kameraden der Hermsdorfer Feuerwehr jeden Montag zur Ausbildung. So zeigten sie sich während der kleinen Vorführungen auch sicher im Umgang mit der Rettungstechnik.

„Leider gehen die Zuschauerzahlen bei unseren Tagen der offenen Tore immer mehr zurück“, fasste Marcel Hartmann die Enttäuschung über mangelndes Interesse in Worte. Gern würden die Kameraden bei weiteren Frauen und Männern das Interesse am Helfen wecken. Denn Feuerwehrleute, die die Technik beherrschen, werden stetig gebraucht. Und genau deshalb soll es auch im nächsten Jahr wieder einen Tag der offenen Tore geben.