Wolmirstedt l Die Fairplay Soccer Tour ist ein bundesweit angelegtes Integrations- und Präventionsprojekt, das im sportlichen Miteinander den Fokus auf faires Verhalten und Freude am Sport legt. Am 11. März 2016 macht die Tour mit einem Turnier Station im Wolmirstedter Kurfüst-Joachim-Friedrich-Gymnasium, bei dem sich die teilnehmenden Mannschaften für das Bundesfinale auf der Insel Rügen qualifizieren können.

Ausrichter der Tour ist die Deutsche Soccer Liga. Ex-Bundesligaprofi René Tretschok, der auch Vizepräsident der Deutschen Soccer Liga ist, sagt: „Im Leben wie im Sport kommt es nicht immer auf das Ergebnis an. Viel wichtiger ist, egal ob man gewinnt oder verliert, das faire Miteinander in jeder Situation.“

Fairplay auch nach Spiel

Dieses Fairplay wollen die Organisatoren vermitteln. Zehn Schülerinnen und Schüler des Gymnasium drückten darum gestern in einem Workshop zur Vorbereitung des Turniers mit Marcus Frey von der Soccer Liga die Schulbank, um sich als Fairplay-Botschafter beim Turnier engagieren zu können. Die Botschafter begleiten die Spiele an Stelle der üblichen Schiedsrichter und kümmern sich darum, dass auch nach dem Spiel alle Beteiligten fair miteinander umgehen und mit dem Ergebnis leben können. Streit und Unstimmigkeiten schlichten gehört für die Botschafter dazu, wenn auf dem Platz eben nicht alles nach Plan läuft.

Bei der Fairplay Soccer Tour zählt nämlich nicht nur das sportliche Ergebnis, das wie sonst beim Fußball auch in Toren entsteht. Für einen Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen.

Gute Bedingungen

Allerdings kommt dazu eben noch die Fairplay-Wertung. Zu Beginn jedes Spiels hat jede Mannschaft sechs Fairplay-Punkte, für unfaire Aktionen werden Punkte abgezogen. „ Beim Bundesfinale waren Mannschaften dabei, die nicht ein Spiel nach Toren gewonnen hatten, aber durch ihre faire Spielweise so viele Punkte gemacht haben, dass es eben doch für die Qualifikation gereicht hat“, erklärt René Tretschok.

In Wolmirstedt macht die Fairplay Soccer Tour zum ersten Mal Halt. Dazu kam es über eine Anfrage aus dem ostdeutschen Sparkassenverband, der Hauptsponsor der Tour ist, zusätzlich hat es 2015 eine Mannschaft aus Sülzetal geschafft, beim Finale auf Rügen einen zweiten Platz zu belegen. „Da erschien uns Wolmirstedt in der Börde als geeigneter Austragungsort, zumal hier an der Schule wirklich gute Bedingungen zu finden sind mit der Turnhalle gleich am Schulgebäude“, sagt Marco Reichel von der Kreissparkasse Börde.

Bei der ersten Fairplay Soccer Tour konnten die Organisatoren 83 Teilnehmer zählen, beim Bundesfinale in Prora im Sommer 2015 spielten knapp 16 000 Mädchen und Jungen.