Colbitz l „Eule und Mensch“ ist der Titel der Ausstellung im Colbitzer Museumshof, die wohl als die umfangreichste ihrer Art in ganz Deutschland gilt. „Zu sehen sind mehr als 5000 Eulen in allen möglichen Varianten und Darstellungen“, informiert Herbert Bilang, Leiter des Colbitzer Museumshofes und Initiator der ungewöhnlichen Ausstellung.

Derzeit bereitet er gemeinsam mit Petra Klebe eine Sonderschau vor - die „Weihnachts-Eulen-Ausstellung“. „Die Eule gilt gemeinhin als Vogel der Weisheit. Wohl deshalb wird sie so oft als Motiv für Darstellungen jeglicher Art verwendet“, mutmaßt Bilang.

Das wird auch bei der Weihnachts-Ausstellung deutlich. Am Baum hängen als Schmuck diverse Eulen. Darunter wertvolle Stücke von Käthe Wohlfart oder handbemalte Glaskunst aus dem thüringischen Lauscha. Aber auch kunstvoll geschnitzte Eulen sind zu sehen, ebenso wie Eulenplastiken, die aus den USA stammen. In zwei Vitrinen sind ebenfalls Weihnachten und die Eule in eine Beziehung gebracht worden. „Hier sieht man unter anderem Glückwunschkarten, Servietten, Weihnachtsteller, Teelichte oder Geschenkpapier mit Eulenmotiven“, zählt Bilang auf.

Die Sonderschau mit mehr als 300 Exponaten ist zum Colbitzer Weihnachtsmarkt am 5. Dezember von 14 bis 17 Uhr geöffnet. „Wer Interesse hat, kann sich die Sonderschau natürlich auch an anderen Tagen anschauen“, bietet Herbert Bilang an. Dazu sei aber ein Termin unter der Rufnummer 039207/812 72 zu vereinbaren.

Zur Öffnungszeit kann aber nicht nur die Sonderschau, sondern auch die gesamte Ausstellung „Eule und Mensch“ besichtigt werden.

Der Ruf von Herbert Bilang als Eulenkenner - der Colbitzer ist auch Vorsitzender der Arbeitsgruppe Eulenschutz beim Landesverband des Naturschutzbundes - hat sich inzwischen schon weit herumgesprochen.

„Kürzlich bekam ich eine Anfrage aus Eilenstedt, einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Huy im Landkreis Harz“, berichtet Herbert Bilang.

Eilenstedt gehört zu den Städten und Gemeinden in Deutschland, die eine Eule im Wappen tragen. Als kürzlich in Griechenland eine Eulensammlung aufgelöst werden sollte, schrieb die Sammlerin alle diese Kommunen an.

„Da nur Eilenstedt antwortete, bekam der Ort den Zuschlag für die Sammlung“, freut sich Herbert Bilang mit den Eilenstedtern.

Die wollen die Sammlung jetzt in ihrem zu einem sozio-kulturellen Zentrum gestalteten Kirchturm ausstellen. „Deshalb gab es von dort eine Anfrage auf fachliche Unterstützung und da habe ich natürlich gern zugesagt“, freut sich der Leiter des Colbitzer Museumshofes auf diese Aufgabe.