Barleben l Ein großes Projekt hat sich der Förderverein Bau und Kultur im Kirchspiel Barleben für 2016 vorgenommen: Die Helfer um den Vorsitzenden Manfred Stieger wollen im Laufe des Jahres mit der Sanierung des Kirchturmes beginnen. Wie der Verein in einem Schreiben mitteilt, sei die Sanierung dringend erforderlich. „Die Balkenköpfe sind verfault. Aus diesem Grund dürfen auch die mittlere und große Glocke nicht mehr geläutet werden“, erklärt Manfred Stieger im Volksstimme-Gespräch.

Um an die maroden Dachbalkenköpfe im Turm zu gelangen, muss das Schieferdach entfernt werden. Im gleichen Atemzug sollen auch die Glockenstühle erneuert werden. „Wenn die Rüstung einmal steht, wäre es sinnvoll, auch gleich den Putz zu erneuern“, erklärt Manfred Stieger. Voraussetzung für die geplante Sanierung ist, dass die beantragten staatlichen Fördermittel bewilligt sowie Eigenmittel der Kirchengemeinde und Spenden aufgebracht werden. Insgesamt soll die Turmsanierung rund 444 000 Euro kosten – „eine Mammutaufgabe“, sagt Manfred Stieger. „Das wird nicht alles zu schaffen sein, aber wenigstens ein Großteil davon“, ergänzt er. Die Erneuerung der restlichen Fassade sei ein extra Bauprojekt und „auf keinen Fall im nächsten Jahr“ zu realisieren.

Ein anderes Vorhaben wolle der Förderverein jedoch bestenfalls bereits im Sommer abschließen: Mithilfe von Spenden soll die Reupke-Rühlmann-Orgel wieder instand gesetzt werden und nach acht Jahren erstmals wieder erklingen. Etwa 25 000 Euro seien dafür nötig. „Es fehlen noch ungefähr 10 000 Euro“, informiert der Vorsitzende. Die Orgel ist laut Förderverein eine der wenigen, „die ihren ursprünglichen romantischen Klang nicht durch Anpassungen an den Zeitgeschmack verloren hat“.