Groß Ammensleben l „Wir wissen, dass unsere Feuerwehr 1896 gegründet wurde, ein genaues Datum haben wir nicht“, erklärt Martin Kutscha als Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Groß Ammensleben. Das hält ihn und seine Kameraden – insgesamt sind es mit Jugend sowie Alters- und Ehrenabteilung heute über 90 Mitglieder – nicht ab, anlässlich des 120-jährigen Bestehens ein Fest zu feiern. Als Termin haben sie sich dazu das zweite Juni-Wochenende ausgeguckt.

Aufgaben werden verteilt

Die Vorbereitungen für das Fest laufen bereits seit fast einem Jahr. Mit einer Ideensammlung hat alles, wie Sebastian May sagt, angefangen. Sebastian May hält heute gemeinsam mit dem stellvertretenden Ortswehrleiter Stefan Müller die Fäden der Festorganisation in der Hand. Mit Stolz können die Beiden sagen: Zwei Monate vor dem Fest ist das Programm wasserdicht. Die Plakate sind gedruckt. Was jetzt noch fehlt, sind die Feinplanung und die Verteilung der Aufgaben an die Kameraden und Helfer, um einen reibungslosen Festablauf gewährleisten zu können.

„Es ist eine ganze Menge Arbeit, aber alle Kameraden werden sich einbinden, und auch unsere Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung haben sich angeboten. Ebenso unterstützen uns andere Vereine aus dem Ort“, sagt Stefan Müller. Die Jugendfeuerwehr wird sich um die Kinderbelustigung kümmern. Denn Groß und Klein aus dem Dorf und der Umgebung erwartet am zweiten Festtag ein buntes Volksfest rund um das Rettungswesen auf der Domäne. So haben sich die Feuerwehrleute gedacht, das Programm am Sonnabend, 11. Juni, mit einem Festumzug, der von der Groß Ammensleber Schalmeienkapelle angeführt wird, zu beginnen. „Um 9 Uhr geht es los am Bahnhof, damit wir um 10 Uhr pünktlich auf der Domäne mit der großen Technikschau beginnen können“, so Sebastian May.

Besonders freuen sich die Kameraden, dass nicht nur ihre eigene Technik, darunter auch ihr im vergangenen Jahr in Dienst gestelltes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20, zu sehen sein wird. „Alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz BOS, werden vertreten sein“, erklärt Martin Kutscha. So werden beispielsweise Spezialfahrzeuge von der Berufsfeuerwehr Magdeburg, vom Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge, von der Bundeswehr, der Polizei, vom Technischen Hilfswerk und vom Rettungsdienst präsentiert. „Auch der Behandlungsplatz vom Landkreis soll aufgebaut werden“, nennt der Ortswehrleiter eine weitere Besonderheit. Die Fahrzeuge werden von den Betreuern vor Ort auch erklärt.

Theatergruppe plant Aufführung

Für Erheiterung wird mit Sicherheit das kleine Theaterstück sorgen, das die Groß Ammensleber Theatergruppe anlässlich des Feuerwehrjubiläum einstudieren wird. Am Festsonnabend um 11 Uhr heißt es: „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt.“

Mit einer Mahlzeit aus der Gulaschkanone oder vom Grill sollen die Feierlichkeiten auf der Domäne um die Mittagszeit zunächst langsam ausklingen, ehe am Abend DJ Martin Otto im Festzelt für Stimmung sorgt. Die öffentliche Tanzveranstaltung beginnt um 19 Uhr. Karten für diese Veranstaltung können sich interessierte Gäste jetzt schon besorgen. Der Vorverkauf in „Tante Silkes Laden“ hat begonnen. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

Für die Groß Ammensleber Feuerwehr und geladene Gäste beginnt die Feststimmung schon am 10. Juni. Während einer internen Festveranstaltung wollen die Kameraden die Geschichte der Feuerwehr ein wenig Revue passieren lassen, Grußworte der Gäste hören und Ehrungen vornehmen. Vielleicht wird bei der Auswertung der 120-jährigen Geschichte auch eine Festschrift helfen, für die die Mitglieder der Kulturhistorischen Gesellschaft derzeit recherchieren und Fakten zusammentragen. Fest steht jedenfalls, so Martin Kutscha, dass nach einem Erlass von 1892 jeder Ort eine Feuerwehr vorhalten musste. Daraufhin wurde 1896 die Groß Ammensleber Wehr gegründet.

Dem offiziellen Teil schließt sich am Freitagabend ein interner Kameradschaftsabend an.